minimalistisch., nachhaltig.
Kommentare 1

Wie du deine übrigen Bücher einfach zu Geld machen kannst

Der Bücherschrank ist voll bis oben hin, einige liegen schon quer oben drauf und angeguckt hat man die meisten Bücher seit Jahren nicht – kommt dir bekannt vor? Dann lies gern weiter 😉

Die Möglichkeiten Bücher zu verkaufen sind vielfältig, die meisten davon aber sehr zeitaufwändig (bei eBay einstellen, Flohmarkt etc) oder die Bücher werden ewig nicht verkauft (bei Amazon einstellen). Der Verdienst ist bei Büchern naturgemäß auch nicht wahnsinnig hoch, sodass sie einfach erstmal im Regal stehen bleiben.

In den vergangenen Jahren haben sich viele Portale etabliert, die Bücher zu einem Festpreis ankaufen. Da wird man sie zwar nicht zum höchstmöglichen Preis los, dafür aber alle auf einmal und mit relativ wenig Aufwand im Vergleich zu oben genannten Möglichkeiten. Die Ankäufer verkaufen sie dann einzeln z.B. auf Amazon oder in eigenen Shops weiter und verdienen an der Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis. Da es mittlerweile eine recht große Anzahl an Ankaufsportalen gibt ist die Vergleichsseite „Wer zahlt mehr“ ziemlich praktisch. Dort gibt man einfach die ISBN ein und sieht direkt, welche Anbieter das Buch für welchen Preis ankaufen würden.

Das funktioniert im übrigen nicht nur für Bücher sondern eigentlich für alles was einen ISBN-Code hat, also auch CDs, DVDs oder Spiele für verschiedene Konsolen. Bei den Büchern, die ich unten aufgeführt habe, hab ich mal auf dieser Plattform die Ankaufspreise verglichen und muss sagen, dass die sich zwar öfter mal um 2-5€ unterscheiden, je nach generellem Buchwert, aber welcher Anbieter mehr zahlt ist jedes Mal sehr unterschiedlich, da gibt es einfach keinen der ein bisschen mehr zahlt als die anderen. Da ich wenig Lust habe, 5 Pakete für 5 Anbieter zu packen landen sie bei mir am Ende eben doch wieder alle bei Momox. Wie das funktioniert, findet ihr im Folgenden.

Wer ist Momox?

Soweit ich mich erinnern kann, war Momox eines der ersten Unternehmen, die online Bücherankauf angeboten haben und sie sind bis heute Marktführer. Im übrigen ist Momox mit seiner „Verkaufsmarke“ Medimops der weltweit zweitgrößte Händler bei Amazon, das fand ich sehr beeindruckend. In einem Artikel der Zeit von Juni 2016 konnte man lesen, dass Momox jeden Tag ungefähr 100.000 Artikel bekommt. Heftig, oder?! Das muss man erstmal alles auspacken und auf Regale stapeln…

Wie Momox funktioniert

Es gibt die Momox App fürs Smartphone, die ausgesprochen hilfreich ist beim Verkaufen. Dort kann man die ISBN-Codes einfach Einscannen, bekommt dann den Ankaufspreis angezeigt und kann den Artikel der „Verkaufsbox“ hinzufügen. Ohne Smartphone muss man auf der Website die ISBN-Nummern eintippen, was natürlich ungleich länger dauert.

Wenn man mindestens 10€ Ankaufspreis zusammen hat kann man den Verkauf abschließen. Im Anschluss wählt man aus, mit welchem Versanddienstleister (z.B. DHL oder Hermes) man das Paket versenden möchte. Momox schickt einem dann automatisch den Paketaufkleber zu und trägt damit auch die Versandkosten. Die Email mit dem Paketaufkleber landet bei mir gern im Spam, mittlerweile weiß ich das aber und kann da nachgucken.

Dann packt man die ganzen eingescannten Bücher in ein Paket und druckt den Paketschein aus. Ein Zettel kommt mit ins Paket der andere wird draufgeklebt. Dann ab zur nächsten Paket-Annahmestelle und ca. 1 Woche später geht das Geld auf dem Konto ein. Ich hatte es schonmal 3 Tage später, einmal hat es aber auch schon 2 Wochen gedauert. Also gegebenenfalls etwas Geduld mitbringen 🙂 Bisher wurde bei mir auch bei nicht ganz nagelneuen Büchern nichts beanstandet.

Lohnt sich selbst verkaufen nicht doch?

Als Betriebswirtin hat mich natürlich doch mal interessiert, wie groß ungefähr die Marge ist, die Momox damit macht. Deswegen habe ich für völlig willkürlich ausgewählte und nicht repräsentative Bücher mal nachgeschaut, die Liste findet ihr hier:

 

Buchtitel Verkaufspreis bei Momox Kaufpreis bei Amazon (Medimops) Faktor
Bornholm: Wanderkarte mit Kurzführer, Radrouten und Stadtplan von Ronne.
3. Aufl. 2010
2,03€ 8,83€ 4,4
Wanderkarten, Matrei – Defereggen – Virgental
von Berndt Freytag
0,81€ 5,20€ 6,4
Reiten mit Verstand und Gefühl
von Michael Putz
5,48€ 18,97€ 3,5
Reinventing Organizations visuell: Ein illustrierter Leitfaden sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit
von Frederic Laloux
12,59€ 19,65€ 1,6
Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen: Eine Reise zur Leichtigkeit: 4 CDs 2,96€ 6,06€ 2,0
Gespräche mit Gott
von Neale Donald Walsh
12,01€ 22,50€ 1,9
Das Happiness-Projekt
von Gretchen Rubin
1,96€ 5,89€ 3,0
Die Abenteuer des Tom Sawyer von Mark Twain 2,96€ 5,99€ 2,0
Zwei um die Welt – in 80 Tagen ohne Geld
von Paul und Hansen Hoepner
7,03€ 14,98€ 2,13
Mein schöner Biogarten
von Jürgen Wolff
0,15€ 5,86€ 39,0

Man kann also sagen, umso niedriger der An- und Verkaufspreis eines Buches ist, umso höher ist prozentual die Marge für Momox. Bei den etwas teuren Büchern ist es meistens „nur“ das anderthalb- bis zweifache. Da ich viele Bücher auch für den Minimalpreis von 15 Cent verkaufe (damit ich sie nicht wegschmeißen muss und sie trotzdem weg sind), sind die Margen dort selbstverständlich ungleich höher, da ich auf Amazon selten Bücher für unter 1€ sehe. Im übrigen zahlt man bei Amazon-Käufen bei Medimops immer noch 3€ Versand, der ist dort also nicht umsonst.

Auf der anderen Seite entstehen für Versand zu Momox, das ganze Handling, die Lagerhaltung und Amazon-Gebühren natürlich auch nicht zu vernachlässigende Kosten. Dennoch kann man vermuten, dass bei Momox noch mehr als genug hängen bleibt.

So what?

Es lohnt sich, etwas teurere Bücher selbst auf Ebay & Co zu verkaufen, weil die absolute Differenz da sehr hoch ist. Günstige Bücher unter 5€ bis 8€ würde ich aber immer auf diesen Plattformen verkaufen, das ist mir sonst einfach zu viel Aufwand.

Vielleicht ist die Möglichkeit so einfach Bücher zu verkaufen für den ein oder anderen Anreiz genug, seinen Bücherschrank zu minimieren 🙂

 

Bildquelle Titelbild: Robert Aghte „Outdoor Bücher“, flickr.com

Beiträge die dich vielleicht auch interessieren:

1 Kommentare

  1. Sandee sagt

    Bücherschränke sind auch eine tolle Möglichkeit. Zumindest, wenn man nicht sooo viele Bücher loswerden möchte und einen in der Nähe hat. Mir gefällt der soziale Nutzen daran. Verkaufe aber auch immer wieder selbst über Momox.

Deine Meinung dazu...