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Gebrauchten Schuhen ein zweites Leben schenken – mit SHUUZ

SHUUZ

Für Ungeduldige:
Mit SHUUZ kann man gebrauchte aber noch tragbare Schuhe für sehr wenig Geld verkaufen. SHUUZ kümmert sich dann darum, dass diese Schuhe, unter Deckung aller entstehenden Kosten, zu immer noch günstigen Preisen da landen, wo sie benötigt werden. Beispielsweise in Afrika. Es werden mehrere Lebensunterhalte gesichert und Ressourcen geschont.

Besonders lohnt sich das für z.B. Kindergärten oder Vereine, wo viele Schuhe auf einmal gesammelt werden können und die damit die Vereinskasse etwas füllen können.

Warum haben wir eigentlich so viele Schuhe?

Im Schuhladen passte das neue Paar Schuhe ganz prima und wurde direkt mitgenommen. Wochen später merkt man, dass die Schuhe doch nicht so richtig passen oder einfach nicht so gut gefallen wie anfangs gedacht. Und über die Jahre sammeln sich dann Berge von Schuhen an, die nicht an Füße kommen. Kennt ihr das auch?

Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei höhenwertigen Markenschuhen ist es ja vielleicht noch sinnvoll, sie mit einem gewissen Aufwand bei Ebay zu verkaufen. Aber spätestens, wenn der Schuh nicht mehr ganz neu ist oder keine Marke hat, lohnt sich das kaum. Nicht selten fliegen dann völlig intakte Schuhe einfach in den Müll. Als meine Mutti anfing, ihren Kleiderschrank auszuräumen und ungefähr 10 Paar Schuhe verschiedenster Familienmitglieder in den Müll wandern sollten fand ich das doof. In meinem „Alles kann wiederverwertet werden“-Wahn habe ich dann angefangen zu suchen, was man denn mit alten Schuhen machen kann, außer sie wegzuschmeißen oder in die Altkleidersammlung zu geben. Was damit so ganz genau passiert weiß man ja auch nicht – Gerüchte gibt es viele.

Was ist SHUUZ?

Dann habe ich SHUUZ entdeckt. Das ist ein Unternehmen, was gebrauchte Schuhe in Deutschland aufkauft und zu sehr geringen Preisen in meist sehr arme Länder weiterverkauft. Vor Ort werden die gebrauchten Schuhe dann von lokalen Händlern zu immer noch sehr erschwinglichen Preisen an Einheimische verkauft.

SHUUZ selbst ist daher nicht gemeinnützig und das finde ich in diesem konkreten Fall sogar sehr gut. Altkleider, egal ob Schuhe, Klamotten oder Accessoires, sind ein Handelsgut und werden weltweit (weiter)verkauft. Deswegen finde ich es sehr transparent, dass SHUUZ genau das auch klar macht und nicht unter dem Deckmantel von Wohltätigkeit und Spenden agiert. Auf der Website heißt es:

„SHUUZ behauptet nicht, dass die gesammelten Schuhe als Spende armen Menschen zugute kommen. SHUUZ klärt transparent darüber auf, dass gebrauchte Schuhe als Handelsgut einen Wert besitzen und allen Beteiligten der Handelskette durch eine entsprechende Vergütung einen Vorteil bieten.“

Das heißt, der „Spender“, also der Schuheingentümer, bekommt einen kleinen Betrag für die Schuhe. Aber auch SHUUZ und die Händler vor Ort behalten einen kleinen Teil für sich ein. Damit werden sowohl hier als z.B. auch in Afrika Arbeitsplätze geschaffen, wenn auch nicht unendlich viele.

Die einzige Frage, die ich mir noch stelle, ist wie (ökologisch) nachhaltig das ganze tatsächlich ist. Es sind Schuhe, die nicht selten in China produziert werden, dann nach Europa verschifft werden um hier getragen zu werden. Nun werden sie nochmal nach Afrika verschifft, um da nochmal getragen zu werden. Für die CO2-Bilanz ist es vermutlich zuträglicher, man trägt seine Schuhe einfach bis sie auseinanderfallen 🙂 Aber das ist nunmal nicht immer der Fall, dann ist SHUUZ mit Sicherheit besser als sie einfach zu entsorgen.

Wie funktioniert SHUUZ, wenn ich Schuhe verkaufen möchte?

Hier muss unterschieden werden, ob man das Geld selbst behalten oder an eine Organisation spenden möchte.

Der einfachste Fall ist tatsächlich der, wenn man auch seine (ohnehin geringen) Einkünfte spendet: Dann braucht man eine Box, in die mindestens 5 kg Schuhe rein passen, druckt ein Versandetikett aus und schafft die Box zur Post, das war es. Zwischendurch muss noch aus einer Liste ausgewählt werden, an welche Organisation die Spende gehen soll. Keine Dateneingabe, nichts. Außer der Emailadresse für das Versandetikett.

Auch wenn man das Geld gerne selbst behalten möchte ist das nicht kompliziert. Dann muss man sich zuvor bei SHUUZ anmelden, ansonsten ist der Ablauf der gleiche.

Und wen interessiert, was bei SHUUZ mit den vielen Schuhen passiert, der findet auf der Seite reichlich bebilderte Informationen dazu, z.B. hier: https://www.shuuz.de/files/shuuz-fotostory.pdf

Wenn du nun neugierig geworden bist, geht es direkt hier lang:  https://www.shuuz.de/index.php

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Bildquelle Titelbild: shuuz.de

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