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4 Schritte zum Fokus – womit willst du das nächste Jahr verbringen?

Fokus

Es ist wieder soweit, der Jahreswechsel steht an. In der einen Sekunde atmen wir ein, in der anderen wieder aus und schon… ist ein ganzes, neues Jahr angebrochen. Ein Jahr, was von uns gestaltet werden möchte mit all unserer Bewusstheit und unserem ganzen Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge.

Warum brauchen wir Fokus?

Oft haben wir viele gute Vorsätze zum neuen Jahr und geben uns anfangs sogar Mühe, diese einzuhalten. Doch oft genug schaffen wir es nicht.

  • Ein Versprechen zu brechen, was wir uns selbst gegeben haben nagt am Selbstwert („Ich habe es mal wieder nicht hinbekommen“)
  • Fehlender Fokus macht unglücklich – wir denken nicht darüber nach, was wir tun, sondern nur, wie wir am schnellsten mit allem fertig werden – und machen nie, was uns eigentlich glücklich macht
  • Wir können uns nicht jeden Tag neu Gedanken darüber machen, ob etwas passend oder „gerade dran“ ist. Dafür gibt uns unser Fokus Leitlinien im Alltag.

Deswegen ist es gut, von Zeit zu Zeit mal einen Schritt zurückzutreten und aus dem ständigen Tun und dem alltäglichen Chaos herauszukommen. Was möchte ich eigentlich machen in meinem Leben? Womit meine Zeit füllen? Und womit nicht (mehr)?

Wenn du oft das Bedürfnis hast etwas anderes zu tun als das, was du gerade im Moment tust, könnte dieser Artikel etwas für dich sein: Die ewige Sucht nach Veränderung – und wie man damit umgehen kann

Wie findet man raus, worauf man sich fokussieren möchte?

Die folgende Übung durfte ich mal in einem schönen Seminar machen. Sie eignet sich vor allem, wenn du dein grundsätzliches Lebenskonzept (z.B. Arbeiten gehen und in einer Wohnung oder einem Haus wohnen) nicht in Frage stellst. Wenn du überlegst, eine Weltreise zu machen oder auszuwandern – mach es einfach 🙂

Die Übung geht wie folgt:

Schritt 1:

Schreibe alle Rollen, die du heute innehast, auf (zum Beispiel Partnerin, Kollegin, Mutter, Tochter, beste Freundin, Vereinsmitglied, Reisende, Häuslebauerin, Gärtnerin,…). Am Besten in einem Kreis, wie eine Art Mindmap.

Ich habe für mich zudem die Rolle „Ich“ definiert, weil ich mich neben diesen ganzen Rollen auch viel um mich selbst kümmere, zu Seminaren fahre, meditiere und so weiter. Das sollte einen Platz haben.

Schritt 2:

Schreibe an jede dieser Rollen eine Zahl, wie viel Kraft sie dir im Schnitt gibt oder wie viel Kraft sie dich kostet (-10 bis +10). Wenn die Rolle neutral ist, schreibe einfach eine 0 dran. Klar, stark vereinfacht, aber auf jeden Fall ein erster Indikator.

Schritt 3:

Auswertung – Ist das, wer du sein willst?

  • Kannst du die Rollen oder die Zeit, die du mit ihnen verbringst, ändern? Wenn ja, dann tu das in deinem Sinne.
  • Wenn du die Rollen nicht kurzfristig ändern kannst – versuche deine Aufmerksamkeit auf die zu richten die dir Kraft schenken und nimm die hin, die dich eben gerade Kraft kosten (aber ohne dich unentwegt darüber zu beschweren – das kostet nämlich auch Kraft). Du hast selbst entschieden, dass es gerade so sein soll.

Das kannst du dir vorstellen wie in einem Garten – deine Gedanken und deine Aufmerksamkeit sind das Wasser und der Dünger für Pflanzen. Die kannst du entweder aufs Unkraut kippen oder eben auf die schönen, großen Blumen. Und Unkraut wird immer ein bisschen da sein, aber wir sollten es nicht noch gießen 🙂

Optionaler Schritt 4:

Versuche einmal, die Rollen in „Müssen“ und „Wollen“ zu unterteilen, ganz so wie du dich fühlst. Dann zeichne einen Wochenplan auf und fülle diesen mit allen „Müssens“. Sortiere danach alle „Wollens“ in die freien Zeiträume. Wie viel bleibt dir noch? Und was kannst du gegebenenfalls streichen, wenn es zu voll ist?

Für jede Rolle, die neu hinzukommt (z.B. Sprachenlerner), sollte ein anderes „Müssen“ oder „Wollen“ deinen Wochenplan verlassen. Andernfalls hast du wohl einfach keine Zeit dafür.

Was sagt dir das?

Die Ressource „Zeit“ ist begrenzt. Wer alles auf einmal versucht, hat für nichts genug Zeit (ich weiß, wovon ich rede…).

Ich würde total gerne noch eine Sprache lernen oder mein Instrument wieder öfter spielen. Aber solange ich den Anspruch habe, oft und gut für mich zu kochen und gerne klettern gehe, geht das halt nicht. Wie beim Klamottenkauf auch – wenn etwas Neues kommen soll, müsste dafür etwas anderes gehen.

Was immer ich tue oder nicht tue – ICH habe es BEWUSST entschieden. Ich kann mich grundsätzlich umentscheiden, aber muss es nicht mehr jeden Tag in Frage stellen.

So what – Fokus im Leben

Vor allem heißt das: bewusste Entscheidungen treffen. Sich ganz bewusst für oder gegen etwas zu entscheiden. Gerade dann, wenn man sehr leicht für Neues zu begeistern ist (was ja grundsätzlich eine schöne Eigenschaft ist). Und wenn man sich gegen etwas entschieden hat – dabei bleiben. Nicht ständig darüber nachdenken. Nachdenken darüber ist meistens anstrengender als das Leben an sich 🙂

Wenn dich dieses Thema weiter interessiert, habe ich hier ein Buch für dich. Der Autor, Timothy Ferris ist der Gottvater der Effizienzlehrer 😉 Und auch, wenn nicht für jeden eine 4-Stunden-Woche realistisch ist, sind da echt viele gute Tipps drin:

Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben

Was denkst du? Oder hast du Ergänzungen? Ich bin sehr gespannt auf deine Meinung, entweder in den Kommentaren oder an luise@zeitgeistich.de!

Und wenn du den Artikel magst – spread the love and share the happiness (auf Facebook, Twitter, G+ oder wo du sonst bist). Ich danke dir von Herzen.

Titelbild: „waiting“ von Tobi Gaulke auf flickr.com

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Ich bin Luise und Bloggerin aus Leidenschaft. Ich liebe Fahrrad fahren und Mittagsschlaf. Ich lebe für Liebe, Wärme, Licht und Farben. Und dafür, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Es ist meine tiefste Überzeugung, dass mit ein bisschen mehr Selbstliebe in jedem von uns die Welt ein noch schönerer Ort wird. Also, lasst uns anfangen :)

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