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Finanzen ordnen für Chaoten: Mein Zwei-Konten-System :)

Finanzen ordnen

Klarheit in Finanzfragen ist eines der Themen, die mich – auch als Minimalistin – sehr beschäftigt haben. Ich habe mir ein Zwei-Konten-System überlegt, mit Hilfe dessen ich zu jedem Zeitpunkt im Monat oder Jahr sagen kann, wie viel ich gerade noch ausgeben kann oder übrig haben werde. Finanzen ordnen ist für mich auch ein Teil von Minimalismus 🙂

Warum mache ich mir die Mühe, ein Zwei-Konten-System zu „betreiben“?

Klarheit. Durchblick. Kontrolle. Und Ruhe im Kopf.

Vorher – da kamen ständig irgendwelche Abbuchungen, die ich schon wieder vergessen hatte. Schon Anfang Januar war ich immer chronisch pleite, weil ich wieder vergessen habe, das ich doch ganz schön viele Dinge jährlich bezahle. Die werden dann alle auf einmal abgezogen und schon ist der Start ins neue Jahr (und am besten noch im Silvesterurlaub) mit Stress verbunden. GEZ, Bafög-Rückzahlung, Versicherungen und Zeitschriftenabos… es gibt doch viel, was nicht monatlich abgebucht wird. Und dann gibt es ja auch innerhalb eines Monats verschiedene Abbuchung-Zeitpunkte. Monatsanfang, Monatsmitte oder irgendwann sonst… bei mir – reines Chaos.

Da ich – insbesondere im Studium – eher knapp gelebt habe, hab ich ständig wieder angefangen zu rechnen, was noch alles abgebucht wird. Nur um irgendwas zu vergessen und am Monatsende doch kein Geld mehr zu haben. Deswegen habe ich Ausgeben-Geld und Fixkosten-Geld einfach komplett voneinander getrennt.

Dazu passt: Dein Kontoauszug als Lebensprotokoll – und was er dir sagen will

Mein Schritt 1: Die gute alte Excel-Tabelle, um die Fixkosten herauszubekommen

Das war mal ein bisschen Arbeit, hat sich aber ausgezahlt. Ich habe einfach eine Tabelle mit den 12 Monaten eines Jahres aufgemacht und dann die Kontoauszüge des letzten Jahres angeguckt. Alles, was wiederkehrende Ausgaben sind, wurde eingetragen. Egal ob jährlich, halbjährlich, quartalsweise oder monatlich. Immer in dem Monat, in dem sie anfallen. Daraus ergibt sich am Jahresende eine Gesamtsumme von Ausgaben die wiederkehrend sind – also völlig unabhängig davon, was ich unternehme, esse oder sonst kaufe. Diese Gesamtsumme pro Jahr habe ich einfach durch die 12 Monate eines Jahres geteilt. Damit weiß ich, was ich jeden Monat im Durchschnitt brauche.

Um es leichter rechnen zu können nehmen wir mal runde 1.200€ an. Da ist alles drin, also ein zwölftel meiner jährlichen Autoversicherung, monatliche Miete, ein drittel der GEZ-Gebühren die alle drei Monate fällig sind. Und auch ein zwölftel meiner jährlichen Auslandskrankenversicherung, auch wenn das nur ein paar Euronen sind. ADAC, Hundesteuer… was auch immer. Einmal genau gemacht zahlt sich hier aus.

Wenn du zum Beispiel im Juli für den Urlaub 1.000€ sicher haben willst, trägst du das einfach mit ein. Dann steigt deine Fixkosten-Summe automatisch um 83,33€ pro Monat und du kannst jeden Juli das Urlaubsgeld runternehmen. Weil du ganz automatisch die 1.000€ ansparst, ohne das wirklich mitzubekommen.

Also wichtig zu merken: Fixkosten sind 1.200€ (in unserer Beispiel-Rechnung).

Mein Schritt 2: Ein zweites Girokonto eröffnen

Hierfür habe ich das Konto der N26 Bank genommen, welches ich sehr mag. Was dieses Konto so besonders macht, kannst du hier nachlesen.

Das mag auf den ersten Blick aufwändig erscheinen, ist es aber nicht. Bei N26 dauert es 8 Minuten, ein Konto zu eröffnen (und man muss die Couch dafür nicht verlassen). Auf dieses Konto geht mein Gehalt ein und auch sonst alles, was ich an Einnahmen habe (Ebay-Verkäufe zum Beispiel, die Mieteinnahmen wenn ich mein Auto vermiete oder Mutti-Geschenke). Es ist also das Einnahmen-Sammel-Konto.

Mein Schritt 3:  Vom Einnahmen-Konto zum Fixkosten-Konto immer 1.200€ überweisen – as easy as that.

Weiterhin besteht mein bisheriges Konto bei der Comdirect*. Da bekommt man übrigens 100€ geschenkt, wenn man ein Konto eröffnet 🙂 Es ist das Fixkosten-Konto im Zwei-Konten-System.

Wenn ich also auf dem Einahmen-Konto mein Gehalt bekommen habe, sagen wir 2.000€, überweise ich gleich die 1.200€ auf das Fixkosten-Konto. Bei der Banken-Kombination N26 zu Comdirect geht das im übrigen sogar am gleichen Tag noch ein.

Die 800€ (Gehalt minus Fixkosten) die danach auf dem Einnahmen-Konto übrig bleiben, kann ich ausgeben. Einfach so verjubeln, essen, sparen, was immer ich will. Das brauche ich für nichts anderes sondern nur für jetzt gerade.

Vom Fixkosten-Konto gehen alle Daueraufträge, Lastschriften und Gedöns weg. Und zwar jeden Monat unterschiedlich, weil ja jedes Unternehmen anders abbucht. Manche am 01., manche am 15. und manche mittendrin. Das habe ich „früher“ (also vor meinem Zwei-Konten-System) nie im Blick gehabt und war dann immer etwas überrascht. Und auch jährlich, monatlich und so weiter – das darf jetzt jedes Unternehmen gerne machen wie es will, denn es ist mir egal.

Auf dem Fixkosten-Konto bleibt dann meistens was übrig, weil ja nicht alles in einem Monat abgebucht wird. Das heißt, das Fixkosten-Konto spart automatisch das an, was zum Beispiel im Januar gebraucht wird. Und ich muss nicht mehr daran denken 🙂 Yeah!

So what: Zwei-Konten-System

Zwei Konten sind mehr als eines und damit erstmal so gar nicht minimalistisch. Da es aber dazu führt, dass ich auf beide viel seltener draufschaue ist es dann doch wieder minimalistisch. Wenn man eben die Minuten Gedanken-Machen zählt und nicht die Anzahl der Konten.

Zu beachten: Wenn man damit beginnt ist es sinnvoll das in dem Monat des Jahres zu machen, in dem man die wenigsten Fixkosten hat. Wenn du im Dezember anfängst, ist ja noch nicht genug Geld angespart worden, um im Januar alles zu bezahlen. Oder du baust einen kleinen Puffer ein, wenn du es dir leisten kannst.

Was denkst du darüber? Wie ordnest du deine Finanzen? Ich bin sehr gespannt auf deine Meinung, entweder in den Kommentaren oder an luise@zeitgeistich.de!
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Titelfoto von NeONBRAND auf Unsplash

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Ich bin Luise und Bloggerin aus Leidenschaft. Ich liebe Fahrrad fahren und Mittagsschlaf. Ich lebe für Liebe, Wärme, Licht und Farben. Und dafür, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Es ist meine tiefste Überzeugung, dass mit ein bisschen mehr Selbstliebe in jedem von uns die Welt ein noch schönerer Ort wird. Also, lasst uns anfangen :)

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