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#Erfahrungsbericht Ryd (ehem. TankTaler)

ryd

Dieser Artikel gehört in die Artikelreihe „Digitales Fahrtenbuch & Co: Wie auch ältere Autos online gehen können„. ryd (ehemals TankTaler) ist ein Produkt der ThinxNet GmbH in München, die eine Connected Car App mit einem Fahrtenbuch anbietet.

Den Test der ryd box* habe ich im Januar und Februar 2018 in einem Passat Diesel BJ 2016 und mit einem iPhone gemacht. Deswegen sind einige der Screenshots noch mit dem „Tanktaler“-Logo. Die sehen immernoch so aus, nur dass da jetzt „ryd“ steht.

1. Einbau & Installation ryd

Die Firma ThinxNet, die hinter ryd steckt, hat mir den Stecker für einen Testzeitraum kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Absprache im Vorhinein war sehr nett, zuvorkommend und wirkte sehr professionell.

Der Stecker kommt in einer schönen kleinen Verpackung. Die Installation war in unserem Passat BJ 2016 sehr einfach, auch weil der OBD-Anschluss einfach zugänglich ist. Das ist von Auto zu Auto durchaus unterschiedlich.

Eine Sache gibt es zu wissen: Während der Bestellung des ryd Steckers legt man bereits einen Account an. Der Stecker ist diesem Account fest zugeordnet und kann nicht für einen anderen verwendet werden. Das heißt, wenn man die ryd App herunterlädt und sich mit einer anderen Emailadresse in der App anmeldet als mit der, die man bei der Bestellung angegeben hat, gibt es keine Verbindung zum Stecker. Zum einen muss man sich das merken, nicht wenige Leute haben ja mehrere Emailadressen.

Für ryd als Geschenk bedeutet das: Entweder per Amazon kaufen, da wird der Stecker nicht gleich Emailadresse zugeordnet oder direkt bei ryd, man kann sich hinterher an den Support wenden und den Stecker einer anderen Emailadresse zuordnen.

Das passiert wahrscheinlich nur wenigen, aber uns hat dieser Umstand einiges Kopfzerbrechen bereitet. Ich habe den Stecker bestellt, eingesteckt ist er aber im Auto meines Freundes (weil wir ja 4 Stecker zu testen hatten).

Eigentlich ist es mit bestellen, ryd App herunterladen und Stecker reinstecken getan. Viel einfacher geht es wohl nicht.

2. Meine Lieblings-Features bei ryd

  • Standort des Autos – für Wenig-Fahrer und Großstadt-Peilos wie mich ist es schön, wenn ich gucken kann wo ich nochmal vor einer Woche einen Parkplatz ergattert habe. Das erspart im Zweifel rumlaufen und Auto suchen. Auch wenn man das Auto an Freunde und Familie verleiht oder vermietet (siehe: Wie du dein ungenutztes Auto zu Geld machen kannst) gibt es ein gutes Gefühl jederzeit nachschauen zu können wo es steht.
  • Aktuelle Tankstellenpreise in der Umgebung – da ich ziemlich in der Innenstadt wohne, ist es zu jeder Tankstelle 
    recht weit. So kann ich wenigstens vorab schauen, in welche Richtung sich der
    Weg am meisten lohnt. Die Distanz wird immer vom Auto berechnet, in dem der Stecker ist. Nicht vom Smartphone-Standort. Das ist gut, daran sollte man aber denken, wenn man mal für einen Freund eine Tankstelle raussucht und nicht in der Nähe des Autos ist.
  • Follow me – hier geht es darum, dass man die Position des Autos für die Dauer von standardmäßig 2 Stunden (geht auch länger) teilen kann. Das ist praktisch, wenn man zum Beispiel zu jemandem hinfährt oder sich irgendwo treffen will.
  • Automatischer Notruf (derzeit nur wenn man ryd über einen Kooperationspartner bezieht) – wenn sich ein schwerer Unfall ereignet soll ryd automatisch einen Notruf auslösen und an die 110 schicken. Dass ein OBD2-Stecker das hinbekommt kann ich mir vorstellen, würde mich allerdings nicht 100%ig darauf verlassen. Es kann ja schlicht auch sein, dass der Stecker beim Aufprall abgeht. Da ein automatischer Notruf im Fahrzeug selbst von den Autoherstellern aber nicht gut nachzurüsten geht, kann so ein Stecker eine gute Alternative bieten. Und wenn der Unfall ohnehin so schwer ist, dass man nicht mehr selbst anrufen kann, ist auch eine 50%-Chance dass das über ryd klappt schon deutlich mehr als nichts. Wenn man bei der HDI, Sparkassen Versicherung oder badischen Versicherung Kunde ist und die ryd box darüber bezieht (s. Kooperationen unten) gibt es den Notruf schon. Im normalen ryd Premium ist die Funktion heute (noch) nicht enthalten.
  • ryd pay – Tanken bezahlen über die App (bisher nur an sehr ausgewählten Tankstellen) – dieses Feature hat das Potential, Tankvorgänge wirklich deutlich entspannter zu machen und für alle Beteiligten schneller. Dafür müssen aber dringend mehr Tankstellen teilnehmen. Es könnte anfangs für Verwunderung sorgen, dass Menschen nach dem Tanken gleich wieder ins Auto steigen, ich freue mich schon auf verwunderte Gesichter :D… aber sehr gute und längst überfällige Idee.

3. Wie kann man ryd points verdienen und einlösen?

Die Kernidee des Produkts war mal die von Payback oder der Deutschlandcard: Man sammelt Punkte beim Tanken, die man für Prämien einlösen kann und im Gegenzug bekommt der Anbieter die Tankdaten. Und natürlich hat der Nutzer so einen spielerischen Anreiz, die App auch oft zu nutzen. So weit, so gut.

Man kann auch ohne die ryd box Punkte sammeln, wenn man einfach die App runterlädt und die Tankvorgänge dort einträgt. Es gibt aber immer nur an den Partnertankstellen mit dem ryd-Symbol in der App Points, an allen anderen nicht – egal ob mit oder ohne Stecker. Und wenn man einen Stecker hat gibt es 20, sonst 10 Points wenn man nur die App hat. Wenn man keine ryd box hat muss aber die Ortungsfunktion des Handys angeschaltet sein und der Beleg eingescannt werden, damit die Punkte gutgeschrieben werden können.

Die gesammelten Points kann man dann für Amazon Gutscheine oder Tankgutscheine einlösen oder spenden.

Das Einlösen der Points passiert ebenfalls manuell per Email an ryd, mit der Info wie viele Points man für was einlösen möchte. Es wird vor langen Wartezeiten gewarnt, auch da wäre ein automatisierter Prozess perspektivisch schön, für den Moment finde ich das aber gar nicht schlimm. Ist ja cool, dass es überhaupt Prämien gibt fürs Tanken.

Mittlerweile habe ich allerdings das Gefühl, dass das Punkte sammeln gar nicht mehr so sehr im Vordergrund steht, sondern ryd selbst Mehrwertdienste anbietet, die sie verkaufen können. Ich persönlich mag das auch lieber, wenn ein Anbieter einfach Geld nimmt für seine Dienste als die „kostenlos-gegen-Daten“-Modelle. Zum Preismodell von ryd findet ihr weiter unten noch Infos.

4. Und was kann das ryd-Fahrtenbuch?

Kommen wir zum Kernpunkt des Erfahrungsberichts – dem Fahrtenbuch. Vorab muss man sagen: Es gibt zwei unterschiedliche Fahrtenbuch-Varianten.

  • Das digitale Fahrtenbuch „nur so zum Spaß“ ist beim normalen ryd Premium mit dabei.
  • Das finanzamtskonforme, digitale Fahrtenbuch für die Steuererklärung, beispielsweise bei Dienstwagenfahrern, muss innerhalb der App separat gebucht werden und kostet nochmal. Es wird erst seit Januar 2018 angeboten.

Diese Trennung finde ich grundsätzlich nachvollziehbar und auf der Website auuch vernünftig dargestellt (https://ryd.one/produktauswahl/), aber aus Kundensicht in der App nicht ganz ungefährlich. Wer sich mit dem Thema der digitalen Fahrtenbücher noch nicht so auskennt, könnte erstmal annehmen dass die kostenlose Variante das beworbene Fahrtenbuch ist. Wenn man zu spät merkt, dass die finanzamtskonforme Variante erst noch separat gebucht werden muss, kann das unschön werden. Fahrtenbücher sollten ja immer fürs ganze Jahr vollständig und in einer App sein.

Die einzigen Unterschiede zwischen beiden Varianten sind, dass man bei der normalen Variante einfach nur die Fahrten mit Start-und Endpunkt sieht und bei der finanzamtskonformen Variante die notwendigen Daten zuordnen kann, beispielsweise um welche Art der Fahrt es sich handelt, wer der besuchte Geschäftspartner ist und ähnliches. Das Menü in dem es angezeigt wird ist aber das gleiche, das wiederum ist recht kundenfreundlich gelöst. Zudem kann man beim finanzamtkonformen Fahrtenbuch einen PDF-Export ziehen, das geht bei dem „einfachen“ Fahrtenbuch nicht.

Bedienbarkeit des ryd Fahrtenbuchs

Das finanzamtkonforme Fahrtenbuch selbst – wenn es denn einmal gekauft ist – ist ganz gut zu bedienen. Den Dienst gibt es erst seit Januar 2018, sodass logischerweise noch ein paar Verbesserungspotentiale da sind. Beispielweise werden bei den Adressen öfter mal die Hausnummern nicht mit eingetragen, was grundsätzlich ok ist. Allerdings handelte es sich in einem konkreten Fall um eine Tankstelle. ryd hat sowieso die Adressen aller Tankstellen (und ich habe die Hausnummer nicht im Kopf) UND ich habe dort vor Ort einen Tankstopp eingetragen. Soweit könnte die App also schon mitdenken.

Verschiedene Geschäftspartner oder Zwecke der Fahrt speichert die App noch nicht für erneute Verwendung. Die meisten Dienstwagenfahrer fahren ja regelmäßig die gleichen Punkte an. Auch die Zusammenführung von mehreren Fahrten zu einer Fahrt ist noch etwas verwirrend.

Die App sendet Push-Mitteilungen aufs Smartphone, wenn Fahrten noch nicht innerhalb der 7-Tage-Frist als dienstlich, privat oder Arbeitsweg gekennzeichnet sind. Das ist bequem, allerdings auch Standard bei den digitalen Fahrtenbüchern.

Bei der Pflege der Fahrtenbuch-Einträge gab es zumindest in der iPhone App zeitweise das Problem, dass man oben etwas eingibt und dann die Tastatur die noch einzutragenden Felder sowie den „Bestätigen“-Button verdeckt. Das wurde allerdings mittlerweile per Update behoben.

Der Fahrtenbuch-Export als PDF ist super unkompliziert. In der App gibt es rechts oben im Verlauf einen Download-Button. Einmal geklickt wird einem das Fahrtenbuch umgehend an die hinterlegte Emailadresse zugeschickt. Auch hier – bequemer geht es nicht.

Zwischenfazit ryd Fahrtenbuch

Man merkt an vielen Kleinigkeiten, dass der Dienst noch neu ist. Allerdings gefährdet in meinen Augen keine dieser Kleinigkeiten die Finanzamtkonformität, da die Routen zuverlässig aufgezeichnet werden und keine Lücken beim Kilometerstand entstehen. Das ist unter anderem der Fall durch eine eigene SIM-Karte im Stecker, die die Datensendung unabhängig davon macht, ob man gerade ein Smartphone dabei hat oder nicht. Zudem ist ryd offenbar recht zügig damit, diese Bugs zu beheben. Für Premium-Mitglieder, die das finanzamtskonforme Fahrtenbuch bis 31.12.2017 freigeschaltet hatten, war das erste Jahr auch umsonst. Wenn man der Sache noch etwas Zeit gibt kann das durchaus gut werden – und ist das günstigste Fahrtenbuch im Vergleich! Allein das ist einen Versuch wohl wert.

5. ryd App & Bedienung

Die App ist optisch ansprechend gestaltet und läuft stabil. Ersteres ist sowieso etwas, was ryd gut beherrscht, auch auf der Website oder im Marketing.

Die Datenbasis und die Berechnungen, die ryd damit anstellt sind unheimlich umfangreich. Das bekommt man angezeigt, wenn man auf die Bezeichnung des Autos klickt, in unserem Fall „Passat“. Hier sind nun noch ein paar Features, die es nicht auf die Lieblings-Feature-Liste oben geschafft haben, aber auch durchaus nützlich sind:

  • Es gibt einen GPS-Alarm, der benachrichtigt, wenn das Auto beispielsweise zwischen 0 Uhr und 6 Uhr bewegt wird (den Zeitraum kann man selbst einstellen)
  • Man kann immer den aktuellen Tankfüllstand sehen, für wenig-Fahrer ist das angenehm weil man nicht zum Auto gehen muss um nachzusehen
  • Der Batteriezustand wird in der App angezeigt und auch die Info, ob der ok ist oder nicht.
  • Fehlercodes werden angezeigt, wobei ich das nicht testen konnte da unser Auto (Gott sei Dank) keinen Fehler hatte im Testzeitraum
  • Der aktuelle Kilometerstand wird angezeigt. Das ist beispielsweise praktisch wenn man eine Tankkarte hat, da muss das ja öfter mal an der Kasse eingegeben werden.
  • Durchschnittsverbrauch und Datum des letzten Volltankens werden angegeben (wenn man fleißig seine Tankstopps einträgt)
  • Es gibt eine Jahresübersicht, wie viel man das ganze Jahr schon gefahren ist, die kann man nach Geschwindigkeit filtern und die Darstellung ist gut gemacht
  • Es gibt eine hübsche Übersicht der gefahrenen Kilometer in den vergangenen 8 Tagen
  • Außerdem gibt es eine Ansicht, wie viele Stunden man im laufenden Jahr tags und nachts gefahren ist, auch das eher nett zu wissen
  • Was wirklich sehr, sehr sinnvoll ist, ist eine Berechnung wie viele Kilometer man am Jahresende gefahren sein wird, wenn man so viel fährt wie bisher. Gerade für geleaste Autos ist diese Angabe sehr wichtig, da wäre es allerdings schön wenn man den Zeitraum manuell einstellen kann. Der Leasingzeitraum beginnt ja nicht zwangsläufig zum Jahresbeginn.

Im Reiter „Verlauf“ gibt es dann alle Fahrten, Tankstopps und sonst alle „Events“, bei denen man ryd Points verdient oder beispielsweise das Fahrtenbuch freigeschaltet hat.

Wenn man auf die Zapfsäule rechts unten klickt, sieht man alle Tankstellen in der Umgebung mit den entsprechenden Preisen. Man kann auch direkt hinnavigieren  – wobei leider der Link im Moment nur zu Apple Maps geht, nicht zu Google Maps oder Waze, was mir deutlich lieber wäre.

An dieser Stelle kann man auch Tankstopps eintragen. Diese werden benutzt, um den Verbrauch zu berechnen und ryd points zu verdienen. Das Eintragen ist sehr simpel, indem Uhrzeit, Liter und Preis angegeben wird. Auch wenn hier perspektivisch etwas mehr Automatisierung natürlich schön wäre, aber daran arbeitet ryd ja.

6. Es gibt auch Verbesserungspotential 🙂

Aber das wäre ja kein ordentlicher Erfahrungsbericht, wenn es nicht auch was zu meckern gäbe 🙂 So wie bei jedem Anbieter gibt es hier ein paar Nachteile zu wissen.

Insgesamt finde ich die App und auch das ryd Angebot selbst etwas unübersichtlich. Es gibt so viele Features und Möglichkeiten, die allerdings alle irgendwo versteckt sind und nicht so einfach zu finden. Alleine im Startbildschirm gibt es 5 Buttons, hinter denen sich teilweise noch ein Untermenü verbirgt. Jedes Mal wieder überlege ich, was jetzt wo zu finden ist, wenn ich z.B. Kosten eintragen will.

Ich konnte nicht anders, als an den Spruch von Mark Zuckerberg zu denken der sagte „The trick isn’t adding things, it’s taking away.“ (dt. „Der Trick ist nicht, Dinge hinzuzufügen, sondern etwas wegzulassen.“). Das Täte in meinen Augen auch dem ryd-Angebot ganz gut.

Auch im Startbildschirm findet sich links unten immer ein roter Kreis mit einer Zahl drin, der aussieht als gäbe es neue Nachrichten. Das ist immer Werbung! Für Audible, für irgendwelche Hotels oder KfZ-Ersatzteile, wobei letzteres ja noch am sinnvollsten ist für eine Auto-App. Das finde ich anstrengend, da man immer das Gefühl hat es wäre noch etwas zu erledigen in der App. Bei der kostenlosen Variante meinetwegen noch (die ist dann ohne Stecker und man sieht nur Tankstellen und kann Tankstopps eintragen), aber wenn Kunden 39€ im Jahr dafür bezahlen würde ich sowas ja nicht sehen wollen.

Seit der Umbenennung in ryd gibt es die Möglichkeit, alle möglichen Arten von Kosten rund ums Auto in der App einzutragen. Also nicht nur Tanken, sondern eben auch Parkgebühren, Steuern, Werkstattrechnungen, Versicherung & Co. So kann man rausfinden, was einen das Auto eigentlich tatsächlich kostet. Allerdings verlangt die App selbst keine Kamera-Freigabe und wenn man nicht selbst auf die Idee kommt, das in den Einstellungen umzustellen, bleibt das Bild einfach schwarz. Man soll einen Ort auswählen, bei dem die Eingabemaske nur sagt „Es wurden keine passenden Ereignisse gefunden“. Das liegt laut Support daran, dass ich zu dem Zeitpunkt gar keine offenen Tankstopps hatte die nachgetragen werden müssen, allerdings könnte die App das ja dann auch einfach sagen. Muss dann erstmal rausfinden, dass man auch ohne Ort weiterkommt… naja. Um dann nach dem Eintippen festzustellen, dass man eine Fehlermeldung bekommt „Es ist ein Fehler aufgetreten, bitte probiere zu einem späteren Zeitpunkt erneut.“ Auch hier sagt der Support liegt es daran, dann man nicht mehr als zwei Tankstopps hintereinander eintragen kann. Hmpf, naja gut, ist halt ganz frisch die Funktion und irgendwie etwas undurchsichtig für mich als Kunde.

Positiv ist, dass ryd gemeldete Bugs wahnsinnig schnell behebt. Beispielsweise habe ich einen Bug gemeldet, der dazu führte, dass der GPS-Alarm einfach immer losgeht, wenn man mit dem Auto fährt. Obwohl festgelegt war, dass der Alarm nur zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens losgehen soll. Es dauerte keine ganze Woche, dann war das Thema behoben. Das ist ziemlich cool!

7. Preise und Konditionen von ryd

Die App mit Tankstellensuche, Punkte sammeln, (manueller) Kostenübersicht und mobilem Bezahlen gibt es sogar umsonst. Um den Dienst aber wirklich nutzen zu können ist es mit Box schon deutlich cooler. Aber so kann man sich die App wenigstens schonmal anschauen, ohne gleich Geld dafür zu zahlen.

Die ryd box gibt es entweder

  • zum Kauf für 99€* oder
  • zur Miete für 39€ pro Jahr (laut AGB kann jederzeit ohne Frist gekündigt werden)
  • das finanzamtkonforme Fahrtenbuch kostet dabei 49€ extra pro Jahr, was ich sehr fair finde
  • wenn man den Stecker mietet sind es für das Fahrtenbuch ganze 88€ pro Jahr, also 7,33€ pro Monat

Zur Übersicht der genauen Preise und Funktionen kommt ihr hier: https://ryd.one/produktauswahl/

Damit ist ryd der günstigste Anbieter im Test und funktional ist das Fahrtenbuch auch. Wer also einfach nur ein funktionierendes Fahrtenbuch möchte und damit leben kann, dass es hier und da noch Potential in der Bedienbarkeit gibt hat mit ryd definitiv eine gute Wahl getroffen.

Was auch ganz schön ist – ryd hat unter den Produkten im Test mit Abstand die meisten Kooperationen. Wer Kunde der Kooperationspartner ist bekommt die ryd box meist umsonst (das Fahrtenbuch muss allerdings dennoch extra gebucht werden) und hat sogar einige zusätzliche Features wie den Notruf. Mit dabei sind:

  • HDI (KfZ-Versicherung) – inkl. 10€ Rabatt aufs Fahrtenbuch
  • SV Sparkassenversicherung
  • BGV (Badische Versicherungen)
  • FRIDAY Versicherung (auch unabhängig von ryd mal einen Besuch wert)
  • e-rp (Strom- und Gasanbieter)
  • AXA (Versicherung, gilt aber nur in der Schweiz)

Wenn du genauere Infos möchtest, was welcher Sponsor anbietet kannst du hier nachschauen: https://ryd.one/sponsoren/. Klar gilt es genau zu schauen, welche Daten im Rahmen welcher Kooperation an wen fließen. Aus Nächstenliebe gehen Unternehmen solche Kooperationen ja meistens nicht ein. Dennoch ist es eine schöne Angebotsergänzung, wenn beispielsweise ein Autoversicherer ein Fahrtenbuch-Produkt gleich mit anbieten kann.

So what – ryd

Insgesamt hat ryd das breiteste (und dabei im Gegensatz zu Pace funktionierende) Angebot unter den Testprodukten und ist dabei auch noch am günstigsten beim Fahrtenbuch. Insbesondere der Kundenservice hat mich echt positiv überrascht – zwar dauert es manchmal etwas, aber wenn dann eine Antwort kommt ist die sehr nett, zufriedenstellend und hilfreich.

Wer Spaß an Digitalisierung und vernetzten Dingen hat (oder ein Geschenk für einen Auto-Nerd sucht) ist mit ryd einfach rundum gut bedient.

Was denkst du darüber? Hast du ryd vielleicht sogar schon im Auto oder jetzt Lust, es zu testen? Ich bin sehr gespannt auf deine Meinung, entweder in den Kommentaren oder an luise@zeitgeistich.de!
Und wenn du den Artikel magst – spread the love and share the happiness (auf Facebook, Twitter, G+ oder wo du sonst bist). Ich danke dir von Herzen.

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Quelle Titelbild: ryd

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Ich bin Luise und Bloggerin aus Leidenschaft. Ich liebe Fahrrad fahren und Mittagsschlaf. Ich lebe für Liebe, Wärme, Licht und Farben. Und dafür, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Es ist meine tiefste Überzeugung, dass mit ein bisschen mehr Selbstliebe in jedem von uns die Welt ein noch schönerer Ort wird. Also, lasst uns anfangen :)

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