Alle Artikel mit dem Schlagwort: #digitaleverything

Der Fahrradhelm, der keiner ist – #Erfahrungsbericht Hövding

Selten wurde ich auf eine Neuanschaffung so oft angesprochen wie auf den Hövding. Der auffällige, etwas dicke „Schal“ um den Hals ist mittlerweile häufiger, aber eben noch nicht selbstverständlich auf der Straße zu sehen. Was ist der Hövding und wie funktioniert er? Der Hövding ist ein Fahrrad-Airbag*, der die Bewegungen seine Trägers aufzeichnet und im Falle eines Sturzes extrem schnell auslöst. Erfunden wurde er in Schweden, als dort die Helmpflicht eingeführt wurde. Offenbar gibt es viele Menschen (so wie mich), die klassische Fahrradhelme nicht so gerne mögen. Das V-förmige Teil auf dem Rücken enthält Sensoren zur Aufzeichnung und Auswertung der Bewegung. Das Startup hat viele Entwicklungsjahre investiert um den Bewegungsablauf von normalen Bewegungen und von unfallähnlichen Bewegungen möglichst genau zu unterscheiden. Der Hövding registriert also, wenn sturztypische Bewegungen ablaufen. In diesem Fall wird innerhalb einer zehntel Sekunde ein Airbag aufgeblasen, der den kompletten Kopf- und Halsbereich umfasst. Um das Tracken der Bewegungen zu aktivieren, muss nach dem Anlegen des Hövding und dem Schließen des Reißverschlusses vorne noch ein kleiner Druckknopf angesteckt werden. Ein akustisches Signal versichert …

#Erfahrungsbericht FLEETIZE Fahrtenbuch

FLEETIZE ist ein Stuttgarter Unternehmen und hat ursprünglich des Fokus darauf, Flottenkunden das Leben leichter zu machen. Mittlerweile gibt es auch einen eigenständigen Tarif für „nur Fahrtenbuch“, weswegen es Bestandteil meines Tests zum Thema „Digitales Fahrtenbuch & Co: Wie auch ältere Autos online gehen können“ ist. Wie meine Erfahrungen mit dem Fahrtenbuch sind und natürlich auch einen kleinen Ausblick aufs Flottenmanagement findest du in diesem Artikel. 1. Der Start mit FLEETIZE Meine Nachfrage nach einem FLEETIZE-Tracker hat das Unternehmen total nett beantwortet. Es war gar kein Problem einen Stecker für den Test zu bekommen. Sogar als der Test und vor allem der Bericht darüber aufgrund meines Hauptjobs unvorhergesehener Weise doch deutlich länger gedauert hat als erwartet, ist mein Ansprechpartner bei FLEETIZE sehr entspannt geblieben. Ich habe ganz normal über die Bestellmaske von FLEETIZE bestellt. Dabei fiel mir ins Auge, dass die Bestellmaske die Angabe von Firmenname und Umsatzsteuer-ID verlangt. An solchen Stellen merkt man, dass FLEETIZE eigentlich aus einem reinen B2B Geschäft kommt. Zukünftig wäre die Auswahl „Ich bin Privatkunde“ sicher sinnvoll. Es benötigen ja …

#Erfahrungsbericht PACE – einfach die Finger davon lassen

Meine mangelnde Begeisterung für Pace habe ich ja schon im ersten Artikel Digitales Fahrtenbuch & Co: Wie auch ältere Autos online gehen können zum Ausdruck gebracht. Heute will ich noch etwas ins Detail gehen, was genau an Pace nicht funktionierte beziehungsweise mich zu diesem doch recht harten Urteil gebracht hat. Es ist das erste Mal, dass ich einen Artikel schreibe über ein Produkt was ich absolut NICHT mag. Da aber auch sowas zu Erfahrungsberichten dazugehört, habe ich mich entschieden meine Eindrücke trotzdem mit dir zu teilen. Kein Teststecker von Pace – mit merkwürdiger Begründung Der Test ging schonmal damit los, dass Pace als einziges Unternehmen keinen Teststecker zur Verfügung stellen wollte. Das finde ich soweit gar nicht schlimm, eher etwas unverständlich. Aber natürlich in Ordnung, wenn das Unternehmen das so für sich entscheidet, insbesondere weil mein Blog ja noch in den Kinderschuhen steckt :). Was ein komisches Bauchgefühl bei mir gemacht hat war die – offenbar witzig gemeinte – Begründung des Kundendienstes: „Da wir momentan sehr viele Presseanfragen bekommen, müssen wir sorgfältig abwägen, an wen unser recht …

ryd

#Erfahrungsbericht Ryd (ehem. TankTaler)

Dieser Artikel gehört in die Artikelreihe „Digitales Fahrtenbuch & Co: Wie auch ältere Autos online gehen können„. ryd (ehemals TankTaler) ist ein Produkt der ThinxNet GmbH in München, die eine Connected Car App mit einem Fahrtenbuch anbietet. Den Test der ryd box* habe ich im Januar und Februar 2018 in einem Passat Diesel BJ 2016 und mit einem iPhone gemacht. Deswegen sind einige der Screenshots noch mit dem „Tanktaler“-Logo. Die sehen immernoch so aus, nur dass da jetzt „ryd“ steht. 1. Einbau & Installation ryd Die Firma ThinxNet, die hinter ryd steckt, hat mir den Stecker für einen Testzeitraum kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Absprache im Vorhinein war sehr nett, zuvorkommend und wirkte sehr professionell. Der Stecker kommt in einer schönen kleinen Verpackung. Die Installation war in unserem Passat BJ 2016 sehr einfach, auch weil der OBD-Anschluss einfach zugänglich ist. Das ist von Auto zu Auto durchaus unterschiedlich. Eine Sache gibt es zu wissen: Während der Bestellung des ryd Steckers legt man bereits einen Account an. Der Stecker ist diesem Account fest zugeordnet und kann …

Digitales Fahrtenbuch & Co: Wie auch ältere Autos online gehen können

Neue Autos haben oft schon einige „digitale“ Ausstattung an Bord. Doch Fahrtenbuch, Fahrtstatistiken und Tankfüllstände auf dem Smartphone kann man auch mit einem älteren Auto haben. Welche Lösungen es gibt, was die können und kosten will ich euch in dieser Beitragsreihe näher bringen. Die Test-Stecker Es gibt eine Schnittstelle im Auto, aus der Daten rauskommen und die man mit einem kleinen Stecker auslesen kann. Das ist die sogenannte OBDII-Schnittstelle und steht für On-Board-Diagnose. Auf dem Smartphone gibt es dann jeweils eine App, die die Daten darstellt. Jedes Unternehmen, was einen OBDII-Stecker anbietet, macht mit ungefähr den gleichen Daten (km-Stand, Tankfüllstand, GPS-Position und so weiter) unterschiedliche Dinge. Ich habe die folgenden Unternehmen bzw. Stecker-Angebote getestet**. Da das digitale Fahrtenbuch den in meinen Augen größten praktischen Nutzen bietet, habe ich das zur „Mindestvoraussetzung“ in meinem Test gemacht. Hier findet ihr die Übersicht, zu den einzelnen Tests wird es in den kommenden Wochen separate Artikel geben. Kurzbeschreibung Sehr unkompliziertes Fahrtenbuch. Für Flotten gibt es mittlerweile auch Vimcar Fleet. Bietet alles an was irgendwie geht. Automatischer Notruf, Fahrtenbuch, Fehlercodes, Fahrstatistiken. …

Was kann das Fahrrad für 19€ pro Monat? Vanmoof Erfahrungsbericht

Es ist bald Frühling und die Fahrradzeit beginnt wieder. Yes! Raus ins Grüne und zwar schnell! Passend dazu hat der Fahrrad-Hersteller Vanmoof kürzlich das Angebot auf den Markt gebracht, seine Smartbikes ab 19€ pro Monat zu mieten. Wie das funktioniert und was das Fahrrad kann erfahrt ihr in diesem Testbericht. Was ist so besonders an Vanmoof? Vanmoof ist ein Startup zweier Brüder aus Amsterdam. Ihr Anspruch war kein geringerer, als das beste Stadtrad der Welt zu erfinden. Da es viele der Teile nicht so gab, wie sie sich das vorstellten, ist am Vanmoof mittlerweile ca. 80% selbst entwickelt. Ein cooles Detail: Das Design-Team, was an neuen Rädern arbeitet, sitzt direkt über einen Vanmoof-Store in den Niederlanden, sodass sie jederzeit runter gehen und Kunden fragen können 🙂 Es gibt 3 Grundvarianten des Vanmoof: Smart S – Smartbike mit App, Diebstahlschutz & Co ab 798€ Kaufpreis oder ab 19€ Miete pro Monat Smart X – ebenso ein Smartbike, der Rahmen hat nur eine andere Form und einen kleinen Gepäckträger vorne ab 798€ Kaufpreis oder ab 19€ Miete …

N26

Erfahrungsbericht: N26 – eine Bank auf dem Smartphone

Kompromisslos alles in Frage zu stellen, was Banken heute so tun, das hat N26* wohl geschafft. Ich habe seit nunmehr über einem Jahr ein Konto dort und möchte heute meine Erfahrungen mit euch teilen. Warum habe ich das Konto bei N26? Naja, ich LIEBE Technik und neue, insbesondere digitale Produkte. Deswegen teste ich einfach gern. Einfach weil es mich interessiert, wie die Vorboten der „Welt von Morgen“ aussehen. Und weil ich ein 2-Konten-System habe, um meinen finanziellen Kram im Blick zu behalten. Was ist bei N26 anders (besser?) als bei anderen Banken? Der erste große Unterschied begegnete mir, als ich das Konto eröffnet habe. Mit dem hochladen des Personalausweises und einem Videochat ist die Sache in 8 Minuten erledigt. Das komplette Banking findet im Grunde vollständig auf dem Smartphone in der N26-App statt. Ins Online Banking am Laptop wähle ich mich ausgesprochen selten ein, weil man es eigentlich nicht braucht. Das ist einer der größten Unterschiede. Da die App per Fingerabdruck entsperrt wird (bei Smartphones, die das können) muss man sich noch nicht mal ein …

Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Warum Digitalisierung und Nachhaltigkeit untrennbar zusammengehören

Kürzlich war ich mit einer Freundin im Urlaub, die noch sehr viel mehr als ich dem „Öko-Klischee“ entspricht. Ein paar übriggebliebene Dreads auf dem Kopf, kein Auto, viel mit dem Rad unterwegs. Sie kauft lokale Lebensmittel und ich bin gar nicht sicher, ob sie ein Smartphone hat. Ich glaube nicht. Und sie ist einer der relativ „neuen“ Menschen in meinem Leben, für die ich unfassbar dankbar bin 🙂 Nach unserem Urlaub sagt sie eine sehr spannende Sache zu mir. Sie findet, dass meine technikverliebte BWLer-Seite (ich habe einen Sprachassistenten, digital gesteuerte Heizungen und App-gesteuerte Lampen sowie ein BWL-Privatuni-Studium) und meine Nachhaltigkeits-Öko-Seite (Mülltrenn-Nazi, Bio-Seifenstückchen für die Haare und plastikfreier Supermarkt) sich total widersprechen. Digitalisierung und Nachhaltigkeit passen nicht zusammen? Wirklich? Ich fing an, mehr darüber nachzudenken. Und möchte meine ersten Gedanken heute mir dir teilen. Zum Titelbild Dieses furchtbare Touri-Foto ist in Glasgow entstanden, vor einem sogenannten City Tree von „Green City Solutions“. Ein unfassbar spannendes Unternehmen, das mit diesen Wänden die Luftqualität in Innenstädten verbessern will. Voll vernetzt, versteht sich. Das Moos bindet Feinstaub und …