Alle Artikel mit dem Schlagwort: #seiliebzudir

Hochsensibilität

Hochsensibilität: Ich bin nicht komisch, nur hochsensibel!

Jahrelang habe ich nach Ursachen gesucht, warum ich immer so viel schneller müde und erschöpft bin als andere Menschen. Ernähre ich mich falsch? Mache ich irgendwas falsch? Bin ich einfach komisch? Heute weiß ich: nichts davon, ich bin einfach nur hochsensibel. Die Erkenntnis der Hochsensibilität war für mich so befreiend, dass ich sie gerne mit euch teilen möchte. Als ich noch zur Schule ging – insbesondere auf dem Gymnasium – , bin ich immer nach Hause gekommen und habe erstmal eine oder zwei Stunden geschlafen. Meine Mutti hat sich schon Sorgen gemacht deswegen. Und dann finde ich genau dieses Schul-Beispiel in der Podcastfolge von Laura Seiler über Hochsensibilität wieder und war völlig von den Socken. Ich konnte es gar nicht glauben, dass jemand anders das früher auch gemacht hat. Und auch noch weiß, warum! Nach dieser „Entdeckung“ habe ich mehr und mehr Symptome entdeckt und auch angefangen, die Vorteile der Hochsensibilität stärker wahrzunehmen. Was bedeutet Hochsensibilität? Hochsensibel oder hypersensibel bedeutet, dass äußere Reize weniger gefiltert werden. Es kommt einfach mehr davon im Hirn an. Und das, …

Vertellis

Die Vertellis Beziehungsedition – ein Spiel, um sich ganz neu kennenzulernen :)

Nachdem das erste, „normale“ Vertellis-Spiel (Artikel darüber hier) ein durchaus unerwartet großer Erfolg war, haben die Jungs und Mädels (von denen übrigens zwei seit 15 Jahren ein Paar sind) aus den Niederlanden nachgelegt. Seit einigen Wochen gibt es die Vertellis Beziehungsedition*, auch wieder für 17,95€. Sie soll dazu dienen, sich wieder näher zu kommen, neue Seiten an sich kennenzulernen und einfach sinnvoll Zeit miteinander zu verbringen. Wie das Spiel funktioniert und wie es uns damit ging – davon handelt dieser Artikel. Welche Fragen werden in der Vertellis Beziehungsedition gestellt? Im Vergleich zu der allgemeinen Vertellis-Version die es vorher gab, hat dieses Spiel natürlich den eindeutigen Vorteil dass klar ist, wer die „Mitspieler“ sind. Dementsprechend finde ich die Fragen auch deutlich tiefgründiger als die des anderen Spiels. Man merkt, dass sie mit Liebe, viel Herzblut und Fingerspitzengefühl ausgedacht sind. Es gibt 3 Runden: „Zusammen & Allein“, „Träumen & Tun“ sowie „Eigenschaften, Gewohnheiten & Leistungen“. 15 Karten sind es pro Runde, davon 10 offene Fragen, drei Punktefragen (wir ignorieren das einfach) und zwei Aufgaben. Meine 5 Lieblingsfragen …

Stapel Waschmaschinen

Das Stapel-Prinzip: wohin mit den übrigen Sachen, wenn man Minimalist wird?

Auf dem Weg in den Minimalismus gibt es viele Stolpersteine. Einer davon kann sein, dass man nicht weiß, wohin mit seinen Sachen. Dafür möchte ich dir heute einige Anregungen geben, wie man mit einem Stapel-System seine Sachen auch wirklich los wird. Wenn ich mir zu Hause einen Schrank oder ein Zimmer (erneut) vornehme, überlege ich vorher schon, welche Art Dinge ich ungefähr aussortieren werde. Je nachdem mache ich dann schon „Kategorien“, wohin die Sachen dann gehen dürfen. Die Dinge werden also gleich in Beutel oder Kisten beziehungsweise auf einen Stapel sortiert, je nach ihrer Bestimmung. Es ist also im Moment der Entscheidung „du darfst gehen“ schon klar, wohin es gehen wird. Das macht die Umsetzung einfacher und mich weniger rückfällig :D. Schritt 1: Dinge kategorisieren in „wertvoll“ und „nicht so wertvoll“ Mittlerweile habe ich so viele Dinge weggeben, dass ich immer weniger Lust habe, viel Energie in den Verkauf zu investieren. Das mache ich nur noch oberhalb der 10€-Grenze. Alles andere wird kostenfrei weggeben. Das kann natürlich jeder selbst entscheiden, wo diese Grenze liegt. Aber …

5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen

#Lieblingsbuch: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen

Sterben ist nicht so ein beliebtes Party-Thema. Irgendwie verstehe ich das ja auch. Schade aber, dass es in unserer Gesellschaft so tabuisiert ist, denn es gibt viel zu lernen. Von Sterbenden und Verstorbenen für das eigene, lebendige Leben. Von dem, was diese Menschen in ihrem Leben gemacht haben und davon, wie sie rückblickend darauf schauen. Und genau darum dreht sich das Buch 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden*. Warum es so wichtig ist, sich mit dem Tod zu befassen Ich habe immer gedacht, sterbende Angehörige – das passiert nur den anderen. Ich war mit dem Glück gesegnet, über viele Jahre eine tolle (und vollständige) Familie zu haben. Bis es dann eines Tages sehr schnell nicht mehr so war und jemand in unserer Mitte unerwartet und plötzlich fehlte. Diese Erfahrung hat viel mit mir gemacht und ich erinnerte mich, dass es auch engen Freunden, die zeitig Eltern verloren hatten so ging. Auch wenn es erstmal merkwürdig klingt gibt es neben der großen Trauer und all den anderen eher negativen …

Sucht nach Veränderung

Die ewige Sucht nach Veränderung – und wie man damit umgehen kann

Ich will irgendwas krasses machen, wenn es geht bitte sofort. Haare abschneiden? Naja, bisschen langweilig. Umziehen könnte ich mal wieder. Oder von dem Typ trennen? Einen neuen Job brauche ich eigentlich auch schon lange. Hmpf, alles anstrengend und kompliziert. Naja, dann heute erstmal Kino-Abend, mehr Ablenkung geht auf die Schnelle nicht. Morgen kümmere ich mich um ein neues Hobby. Erstmal Möbel umstellen und dann Ernährung umstellen. Hauptsache Veränderung. Kommt dir das bekannt vor? Ich nenne es meine Sucht nach Veränderung. Meine Therapeutin hat mal gesagt „Mit Ihnen wird es auf jeden Fall nie langweilig.“ Da hat sie wohl Recht. Es gibt Zeiten, in denen ich total gut damit umgehen kann, dass sich (fast) nichts verändert. Und dann gibt es Zeiten, da habe ich eine regelrechte Sucht nach Veränderung. Da dieser Zustand anstrengend ist, habe ich angefangen mir dazu mehr Gedanken zu machen. Woher kommt diese Sucht nach immer neuen Beschäftigungen? Letztendlich sind es Beschäftigungen für den Kopf, irgendwas worüber ich nachdenken und womit ich mich beschäftigen kann. Das Ergebnis im „außen“ ist gefühlt zweitrangig. Es …

Community Research Project

Wie wir im Alltag mehr „Gemeinschaft“ etablieren können – das Community Research Project

Gemeinschaften sind Orte, an denen Menschen nicht nur zusammen wohnen, sondern oft auch zusammen arbeiten und leben. Bekannte Gemeinschaften mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten in Deutschland sind beispielsweise das Ökodorf Siebenlinden, das ZEGG oder die Kommune Niederkaufungen. Jeder, der schonmal kurz oder auch länger in einer Gemeinschaft war, weiß, wie groß der Unterschied ist zwischen „hier drinnen“ und „da draußen“. Susanne Ratka versucht ihm Rahmen ihres „Community Research Project“ herauszufinden, was wir tun können, um auch „da draußen“ öfter ein Gefühl von Gemeinschaft zu erzeugen. Das passt dazu: Meine unbeschreibliche Zeit im ZEGG Interview mit Susanne Ratka zum „Community Research Project“ Was ist das Community Research Project? Wenn man selbst schon in einer Gemeinschaft gelebt hat, wundert man sich manchmal, wie wenig Gemeinschaftssinn es außerhalb von Gemeinschaften gibt. Aber auch da gibt es Gelegenheiten, zu denen wir ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Zur Fußballweltmeisterschaft zum Beispiel oder zum Mauerfall. Oder zu Jahrhundertfluten oder bei schlimmen Unfällen. Aber muss es nicht möglich sein, auch ohne diese extremen Ereignisse mehr Gemeinschaftsgefühl in unseren Alltag zu bringen? Das möchte ich mit dem …

Jahreszeit

Jahreszeit(en) genießen – wie uns die Natur durchs Jahr führt

Es gibt Menschen, die sagen „Ich hasse den Winter“. Schade, denn das bedeutet dass du einige Monate jedes Jahres mit einer inneren Ablehnung gegen deine Außenwelt verbringst. Hat nicht jede Jahreszeit etwas wunderbares an sich? Und ist es nicht unsere Möglichkeit, das zu entdecken? Das zu genießen, was jetzt gerade ist? Für mich bedeutet das, einfach viermal pro Jahr eine neue Lieblings-Jahreszeit zu haben. Warum das so ist, erzähle ich euch heute. Immer etwas zu genießen Jede Jahreszeit hat ihre kleinen „Wunderbarkeiten“. Und jede Jahreszeit hat ihre anstrengenden Seiten. Alles such immer nach Ausgeglichenheit, deswegen kann es ja gar nicht anders sein. Wir können uns nun auf die vielen Menschen konzentrieren, die im Frühling plötzlich die Parks bevölkern und laut sind, auf die viel zu heißen Sommertage, an denen man sich kaum wegen kann und an die endlosen Stunden im Büro, wenn es draußen viel zu schön ist. Wir können und konzentrieren auf das eklige Matschwetter und ständig dreckige Schuhe im Herbst und auf die klirrende Kälte, die eingefrorenen Autoschlösser und morgendliches Scheibe-Kratzen im Winter. …

Ziehe sie in deinen Frieden.

3 Briefe, die die Welt bedeuten (können) – oder wie du in Frieden mit deiner Umwelt kommst

Sehr, sehr oft akzeptieren wir, dass manche Dinge im Leben einfach doof sind. Wir leben damit, dass wir wütend Sind auf Dinge die geschehen sind, auf Umstände, auf Menschen, auf Unternehmen und so weiter. Es ist so normal geworden, sich aufzuregen, dass wir das oft gar nicht merken. Und selbst wenn wir uns über etwas nicht jeden Tag aufregen sondern nur 1x im Jahr (z.B. an Weihnachten ;)), so sind wir doch im Unfrieden damit und es zehrt latent an unsere Kräften. Sollten wir uns nicht unseren Frieden zurückholen? Wie man sowas auflösen kann stelle ich euch im folgenden vor. Das ist natürlich nur eine von unendlich vielen Möglichkeiten. Ich habe damit schon gute Erfahrungen gemacht, auch wenn ich vorher sehr, sehr skeptisch war. Aber einfach mal machen und überraschen lassen hilft oft weiter 😉 Schritt 1: Erkenntnis, dass Ärger ausschließlich deine Energie kostet Ich selbst habe mir erst auf meinem Vergebungsseminar im ZEGG wirklich bewusst machen können, dass dieser Groll auf Dinge, Menschen oder Umstände eben nicht „gottgegeben“ ist. Es ist unnötig und auch ein …