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Auf zu den Lofoten! Route & Bilder unserer Elternzeitreise mit dem Wohnmobil

Unsere Route hat sich mehr oder weniger so ergeben, wie es eben passte. Wir hatten mit den Lofoten ein grobes Ziel und eine Richtung.

Einen Überblick warum, wieso und weshalb wir losgefahren sind und wie es uns damit ging findet ihr in diesem Artikel 🙂

Ein grober Überblick über unsere Route 🙂

Wir sind insgesamt von Haustür zu Haustür 8777,7 km gefahren (tatsächlich!) – davon 4.314 km in Norwegen, der Rest war Hinreise durch Dänemark (1024 km) und Rückreise durch Schweden (2.428 km). Der Rest verteilt sich auf kleinere und größere Umwege auf der Rückreise seit der dänischen Grenze.

Woher wir so genau wissen, wo wir wieviel gefahren sind? Wir nutzen das digitale Fahrtenbuch von Vimcar. Einen Testbericht dazu gibt es hier.

Anreise nach Norwegen

Wir sind am 10. Juli losgefahren und haben erst noch ein paar Freunde in Norddeutschland besucht. Wir sind dann über Dänemark gefahren, haben auf einem Bauernhof eine Zwischenübernachtung gemacht und sind dann am nächsten Abend mit der Fähre von Hirtshals nach Kristiansand gefahren. Wir hatten Glück, dass Norwegen die Grenze für Touristen am 15.7. geöffnet hat und wir am späten Abend des 14.7. mit der Fähre losgefahren sind 😀

Da wir uns wenig Städte angeschaut haben, sondern eher auf „schöne Stellplätze“ optimiert haben, sind viele eher unbekannte Städtchen und Örtchen dabei. Das war für uns mit Hund und Kind aber auch sehr gut so 🙂 Meistens haben wir dann von den Stellplätzen aus schöne, kleine Wanderungen unternommen. Wir haben fast alle Stellplätze aus der recht verbreiteten App Park4Night. Wir haben uns auf die wichtigsten Stops beschränkt, es sind also noch viele, viele Zwischenübernachtungen nicht erwähnt.

Unser „mobiles zu Hause“ namens Karl – ein Grand California 600 – hier noch zu Hause in Hannover.

In Norwegen unterwegs – auf dem Weg zu den Lofoten

Hier einmal grob unsere Stationen der Reihe nach:

Norwegen

KristiansandBorhaugBjerkreimPreikestolenKinsarvikBruvikBergenFlam & NaeroyfjordUrnesLom & GeirangerTrollstigenMoldeBudAtlantikküstenstraßeTrondheimSvenningdalBronnoysund (Torhatten)MosjoenEntlang der Küste bis NygårdsjøenSaltstraumenLofoten

Schweden

KirunaGällivare VilhelminaVildmarksvägenBönan & GävleJönköpingRückreise über Dänemark & Fehmarn

Kristiansand

Angekommen in Kristiansand scheint es keine guten Stellplätze zu geben. Entweder die erste Nacht direkt an der „Autobahn“ oder man muss direkt eine Stunde fahren, was wir nachts um 1 auch nicht mehr wollten. Also Autobahn-Parkplatz… wobei das in Norwegen deutlich ruhiger ist als in Deutschland.

Borhaug

Borhaug war unser erster „richtiger“ Stellplatz und richtig, richtig schön. In der Marina gegenüber des Stellplatzes konnte man sogar umsonst duschen, Wäsche waschen und trocknen. Hier haben wir 2 Nächte verbracht.

Stellplatz auf der Mole von Borhaug

Bjerkreim

Hier hatten wir einen wunderbaren See-Stellplatz, nur leider durchgehend Regen. Da der Stellplatz aber bei schönem Wetter sicher richtig toll ist wollten wir ihn mit aufnehmen 🙂

Preikestolen

Unterwegs haben wir den Tipp bekommen, nicht direkt zum Preikestolen zu fahren (da wollten wir mit Baby sowieso nicht hoch), sondern direkt gegenüber zu einem Parkplatz zu fahren. Von dort hatten wir einen direkten Blick auf den Preikestolen und 2 sehr schöne Tage.

Panorama von unserem schönen Parkplatz

Hier haben wir zum ersten Mal unterwegs die Stoffwindeln unseren Sohnes gewaschen 😀 Der Preikestolen war mit bloßen Auge erkennbar und mit dem Wissen um die vielen Menschen darauf konnte man auch die erahnen.

Kinsarvik

In Kinsarvik stehen wir das erste Mal auf einem richtigen Campingplatz – weil wir Windeln waschen müssen. Das ist tatsächlich der einzige Grund, warum wir hier und da mal „bezahlt“ übernachtet haben. Der Weg über Odda nach Kinsarvik war schön, aber nicht so Weltklasse wie im Lonely Planet stand 🙂 Norwegen ist einfach überall schön, wenn auch durchaus auf unterschiedliche Weise.

Auf dem Campingplatz – das älteste und neueste Wohnmobil von VW
und auch noch (zufällig) aus der gleichen Stadt 🙂

Wenn dich das Thema Elternzeitreise mit dem Wohnmobil interessiert haben wir hier unsere Erfahrungen aus 6 Monaten zusammengeschrieben 🙂

Bruvik

An unserem Stellplatz in Bruvik waren wir das erste Mal 3 Nächte an einem Ort, weil es uns einfach so gut gefallen hat. Der Hund ist in den Fjord geplumpst und musste von Christian gerettet werden, wir kamen beide zum Yoga machen, haben viele Sprachnachrichten gehört und versendet und abends kamen immer noch andere Camper zum Schnattern. Es war einfach ganz wunderbar hier!

Bergen

In Bergen waren wir eigentlich nur einen Abend. Parken mit WoMo ist eine Katastrophe, wir hatten großes Glück dass wir sonntags da waren, da parken da kostenlos ist. Mit etwas Geduld haben wir auch einen Parkplatz gefunden. Mit Hund, Kind und WoMo sind Stadtbesichtigungen einfach kompliziert. Wir sind also bisschen rumgelaufen, haben uns den hübschen Hafen angeguckt, ein Eis gegessen und sind dann noch an dem Abend wieder gefahren. Vielleicht ein andermal, wenn Oskar größer ist.

(Einziges) Beweisfoto aus Bergen, auf dem wir beide schön bescheuert gucken 😀

Flam & Naeroyfjord

Der Naeroyfjord soll einer der schönsten Fjorde Norwegen sein, dann gucken wir uns den doch mal an. Und wir waren im Auerlandsfjellet, einem Hochland unweit von Flam. Ehrlicherweise war das Hochland für uns fast sehenswerter als der Fjord (der ohne Zweifel sehr schön ist, aber es gibt eben viele schöne Fjorde in Norwegen). Hier waren wir insgesamt 3 Tage und haben an einem sehr unspektakulären und inoffiziellen aber gut besuchten Stellplatz in Flam übernachtet.

Wir haben uns am ersten Tag das Auerlandsfjellet angeguckt mit dem Stegasteinen auf dem Weg und sind abends noch zur Stabkirche in Borgund gefahren. Das war ein ziemlich langer Tag… am Folgetag sind wir dann nach Gudvangen auf einen ganz hübschen Campingplatz gefahren und am 3. Tag mit der Autofähre von Gudvangen nach Kaupanger. Von der aus sieht man den Naeroyfjord auch, sie ist deutlich günstiger als die Touri-Fähre um den Fjord zu besichtigen und wir haben uns gleich noch ein paar Auto-Kilometer gespart 🙂

In Kaupanger selbst waren wir gar nicht lange, weil es dort quasi unmöglich war halbwegs vernünftig wild zu campen. Deswegen sind wir gleich weitergefahren in Richtung Urnes (bzw. Ornes auf Norwegisch), ebenfalls mit einer hübschen Stabkirche.

Auch Jack hatte einfach richtig Spaß im Schnee 🙂

Urnes

Hier haben wir mit Glück die letzte Führung in der Kirche erwischt gegen 17 Uhr. Das war echt spannend, auch wenn wir sonst nicht so die Museumsgänger sind. Auf dem Parkplatz unterhalb konnte man auch ganz wunderbar eine Nacht übernachten.

Lom & Geiranger

Von Urnes nach Norden liegt Lom und Geiranger fast ein bisschen auf dem Weg, deswegen sind wir da vorbeigefahren. Im Nachhinein hätten wir uns insbesondere den Geirangerfjord durchaus sparen können. Wenn man nicht einen (für norwegische Verhältnisse) horrend teuren Campingplatz bezahlen will kann man wieder nicht gut parken mit dem WoMo und es ist genau ein Blick, den man ohne eine weitere Bootsfahrt in den Fjord haben kann. Lassen wir das nächste Mal sein, deswegen gibts auch keine sehenswerten Bilder (nur einen ziemlich gruseligen Stellplatz).

Trollstigen

Am Trollstigen mit seiner verrückten Straßenführung hatte vor allem Christian seinen Spaß. Sehenswert, würden wir auf jeden Fall empfehlen.

Blick von der Aussichtsplattform am Trollstigen

Molde

Der Tipp kam von meiner Mama – und ein richtig schöner Stellplatz von Park4Night. Mit Blick, der Möglichkeit für richtig schöne Spaziergänge und gerade war es auch noch 😀 Die Stadt Molde soll auch ganz hübsch sein, haben wir uns aber nicht angeschaut.

Bud

Bud ist eigentlich gar nicht sehr sehenswert, hat aber einen schönen und relativ kleinen Campingplatz. Und hier geht (ich glaube sogar offiziell) die Atlantikküstenstraße los, die wir nach ein paar Pause-Tagen auch gefahren sind.

Atlantikküstenstraße

Der Lonely Planet sagt, ist großartig. War auch großartig, sodass wir sie zweimal gefahren sind. Auch, weil es mit der Zeitplanung gut passte, um uns noch mit einer Freundin und Kollegin zu treffen, die auch gerade in Norwegen unterwegs war.

Außerdem hatten wir an der Atlantikküstenstraße einen sehr schönen Stellplatz – ebenso mit Möglichkeit zur Abendwanderung. Zwischendurch haben wir ein paar Nächte an einem nahegelegenen See (nahe Farstad) gestanden. Dort war es super schön und… wir haben uns im Sand festgefahren. Ein netter Norweger hat uns nach gescheiterten Versuchen unsererseits aber rausgeholfen.

Hier findest du einen „Testbericht“ über unser Wohnmobil, den Volkswagen Grand California 600.

Trondheim

Trondheim fanden wir sehr hübsch und durchaus sehenswert. Und es ist klein genug, um da in Ruhe mit dem Wohnmobil in die Stadt zu fahren und auch zu parken (wenn auch kostenpflichtig). Hier waren wir auch mal auswärts und sogar vegan essen, was sonst in Norwegen eher wenig passiert ist.

Svenningdal

Nach dem vielen Fahren waren wir wirklich Pausen-reif und haben es uns für drei und später nochmal zwei Nächte auf dem Campingplatz in Svenningdal gemütlich gemacht. Der war sehr nett, direkt an einem Fluss und wird vor allem von Durchfahrts-Campern besucht, sodass er tagsüber fast leer war und sogar der Hund frei laufen konnte. Der Besitzer hat sich so gefreut über unsere Verlängerung, dass er uns sogar eine Waschmaschine samt Trockner geschenkt hat 😀 Von hier haben wir eine 2-tägige Fahrt nach Bronnoysund gemacht und sind danach wieder zurückgekommen. Weil es auf der Strecke lag und auch, weil wir Oskars Windeln hier vergessen hatten 😀

Hier haben wir uns Zeit genommen für Lebensmittelinventur, Eierkuchen und im Bett liegen bleiben, wenn es draußen morgens neblig war 😀

Und noch ein hübsches Video vom Campingplatz 😀

Bronnoysund (Torhatten)

Luise wollte unbedingt diesen Ausflug an die Küste machen, Christian war eher mäßig begeistert, da wir hin- und wieder zurückfahren würden und in der Zeit keinen Meter nach Norden kommen. Zu den Lofoten ist es schließlich noch ein Stück… Wir sind aber trotzdem gefahren und hinterher war er (auch) sehr froh darum.

Wir hatten einen richtig, richtig schönen Stellplatz und haben eine Wanderung auf den Torhatten gemacht. Die hat uns einiges Abverlangt und zwischendurch für ziemlich blanke Nerven gesorgt, weil „mittelschwer“ für Wanderungen in Norwegen einfach nicht stimmt. Es war super steinig und Christian hat eigentlich fast die ganze Zeit den Hund tragen müssen. Haben wir aber trotzdem geschafft und war (wie immer hinterher) ja auch toll und aufregend.

Hier ein kleines Drohnenvideo von unserem Stellplatz nahe Bronnoysund mit Blick auf den Torhatten
Flug durch das Loch am Torhatten

Mosjoen

Nach Mosjoen sind wir eigentlich nur gefahren, weil es direkt auf der Strecke lag. An einem Stellplatz direkt vor Mosjoen haben wir wieder einen Pause-Tag gemacht und uns – mal wieder – auf kleine Wanderungen ringsherum eingelassen, statt die Stadt anzugucken 😀

Entlang der Küste bis Nygårdsjøen

Nach Mosjoen sind wir gegen 22 Uhr auf eine Fähre gestiegen, eine von vielen in den kommenden Tagen. Die Erinnerungen sind schon etwas verschwommen zwischen Polarkreis (markiert durch eine silberne Kugel am Ufer), Fährüberfahrten, dem Svartisengletscher und schönen Pausen-Stellplätzen – bis zum nächsten Campingplatz in Nygårdsjøen. Sehr lebendig ist die Erinnerung an einen Nacht-Stellplatz (an dem auch das schöne Regenbogen-Foto entstanden ist), an dem es nachts so windig war, dass wir uns zum ersten Mal während der Reise gefragt haben, ob der Wind eigentlich den 3,5t schweren Karl umkippen oder zumindest bewegen könnte? Nachdem man sich sowas um 4 Uhr nachts gefragt hat, ist weiterschlafen schwierig 😀 Deswegen haben wir mitten in der Nacht umgeparkt, etwas weiter in Richtung Straße und weg vom Abhang, das hat schon sehr geholfen… aber einen tollen Blick hatten wir da!

Die Landschaft verändert sich doch sehr. Jetzt können wir uns schon eher vorstellen, wie es auf den Lofoten sein könnte 🙂

Saltstraumen

Da wären wir doch fast dran vorbeigefahren… 😀 Der Saltstraumen ist der größte Gezeitenstrudel der Welt. Er entsteht, weil ein Fjord bei Flut mit einem anderen zusammenfließt. Ein spannendes Schauspiel, auch wenn es bei uns eher gemächlich zuging.

Von dort aus sind wir auf relativ direktem Wege nach Bodø gefahren, um von dort mit der Fähre auf die Lofoten überzusetzen.

Die Lofoten

Für die Lofoten haben wir uns fast eine Woche Zeit genommen und es sind so viele schöne Bilder und Erinnerungen an so vielen Plätzen auf den Lofoten entstanden, dass wir einfach eine einzige, große Bildergalerie daraus gemacht haben.

Wir waren in: A i Lofoten, Reine, Sakrisoy, Henningsvaer, Gimsoysand und auf dem Hausberg „Hoven“, am Rambergstranden in Henningsvaer und auf dem sehr schön gelegenen Campingplatz „Rystad Lofoten Camping“.

Drohnenvideo beim Rystad Lofoten Camping

Wir müssen ehrlich zugeben, dass die Touri-Städte Reine, Sakrisoy und Hamnoy vor allem auf Bildern hübsch aussehen, aber es war jetzt nicht so wahnsinnig schön, die anzugucken. Da hat uns Henningsvaer und vor allem die Wanderung auf den Hoven besser gefallen (ging auch mit Kind und Hund).

In der Nähe unseres Stellplatzes nahe des Rambergstranden haben wir eine schöne Vormittagswanderung gemacht mit diesem Ergebnis:

Insgesamt haben uns die Lofoten sehr beeindruckt und wir sind froh, dass wir so viel Strecke auf uns genommen haben dafür.

Nach den Lofoten haben wir nochmal Ver- und Entsorgung in Narvik gemacht und sind dann nach Schweden gefahren.

Falls dich interessiert, was wir auf unserer Elternzeitreise zu den Lofoten alles an Equipment dabei hatten findest du hier unsere „Packliste“ – inklusive „Zubehör“ für Baby und Hund.

In Schweden unterwegs

Kiruna

Luise war schon vor einigen Jahren während ihres Auslandssemesters in Kiruna, allerdings im tiefsten Winter. Es war auch spannend, die Stadt nun im wundervollen, schwedischen Herbst von oben zu sehen. Wir haben hier aber nur eine Mittagspause gemacht und sind dann weitergefahren.

Unser Mittagspausen-Stellplatz nahe Kiruna
Schwedischer Herbstwald mit Regen im Hintergrund
Kiruna von oben

Gällivare

Wir haben keine Ahnung, wie die Stadt oder das Dörfchen Gällivare aussieht, aber wir hatten hier den schönsten aller schwedischen Stellplätze und sind gleich 3 Nächte geblieben, weil es so wunderbar war.

Ehrlicherweise war Schweden für uns im Vergleich zu Norwegen nur der notwendige Rückweg, spätestens hier haben wir aber eingesehen, dass auch Schweden einfach unfassbar schön sein kann. Und so ganz anders als Norwegen.

Wir waren sehr beeindruckt auch von der Art, wie schwedische (und auch norwegische) Rastplätze gestaltet sind. Es gab hier einfach alles… ein sehr gepflegtes Häuschen mit drei Tischen und Kamin drin, was einfach offen war. Ein Toilettenhäuschen und ein kleines Stück um den See eine Lagerfeuer-Stelle mit frischem Holz und Axt sowie einer speziellen Vorrichtung über der Feuerstelle, um Fische grillen zu können. Alles davon war sehr gepflegt und intakt. Es war einfach richtig schön hier.

Vilhelmina

Hier waren wir das erste Mal bei „Kolgardens Camping“ auf einem schwedischen Campingplatz, weil wir dringend wieder Oskars Windeln waschen mussten. Schön war es. Und direkt um die Ecke gibt es noch einen Touri-Fischladen, bei dem Christian einen Lachssalat gegessen hat. Der war wohl ganz lecker, da die aber „ohne Milchprodukte“ nicht richtig verstanden hatten ging es ihm hinterher nicht so gut…

Die „schönste Straße Schwedens“ – der Vildmarksvägen von Vilhelmina nach Strömsund

Vielleicht waren wir auch aus Norwegen und vom vorigen Stellplatz verwöhnt, aber in unseren Augen hat diese Route die Bezeichnung „die schönste Straße Schwedens“, wie sie oft genannt wird, nicht verdient. Vielleicht lag das aber auch an der Jahreszeit, zu der wir hier waren. Wir haben einen Zwischenstop im Sami-Dorf Fatmomakke gemacht und einmal zwischenübernachtet. Insgesamt hat uns dieser Umweg 2 Tage gekostet, das war es uns im Nachhinein eigentlich nicht wert. Aber das weiß man ja immer erst hinterher 😀

Deswegen sind die einzig schönen Bilder aus dieser Zeit auch diese hier:

Bönan & Gävle

Nach dieser Tour gab es zwei hübsche Zwischenübernachtungen unterwegs in Gnarp und Sandviken das sind die oberen beiden Bilder). Außerdem schauen wir das kleine Städtchen Bönan an. Eigentlich hatten wir nur Lust, mal wieder was anzuschauen nach den vielen gefahrenen Kilometern und nicht nur „Strecke zu machen“. Es ist leider ziemlich viel zu hier um diese Jahreszeit, mit offenen Geschäften wäre es noch etwas schöner gewesen. In Gävle waren wir, weil Oskar in dem Moment wach und relativ schnell unglücklich geworden ist und wir rausfahren mussten. Wir hatten hatten unerwarteterweise einen sehr schönen Sonnenuntergang in diesem kleinen Städtchen, während wir etwas spazieren waren.

Jönköping

Es gibt wieder eine hübsche Zwischenübernachtung, diesmal in Ödeshog (Bild rechts oben). Danach fahren wir nach Jönköping, wo Luise 2013 ihr Auslandssemester verbracht hat. Spannend, wieder hier zu sein und die „alten Wege“ zu laufen. Es hält uns aber nicht lange hier, wir wollen weiter und Luise findet das zwar spannend, hat aber nicht nur positive Erinnerungen an die Zeit hier, weswegen es auch ok ist bald wieder zu fahren.

Noch am selben Abend fahren wir zu einem richtig schönen Stellplatz in Vaggeryd (Bild links). Es wird der letzte richtig, richtig schöne Stellplatz unserer Skandinavien-Reise sein. Wir verbringen deswegen hier auch gleich wieder 2 Nächte.

Nach diesem schönen Pausen-Stellplatz wird die Rückreise etwas stressig, bis wir auf Fehmarn sind. Wir fahren über Malmö (letzter Stellplatz aber ohne Bild).

Rückreise über Dänemark nach Fehmarn

Von Malmö sind wir nur noch über die Öresundbrücke nach Rodby gefahren (alles ohne Bilder) und von dort mit der Fähre nach Fehmarn. Wir haben uns einen Tag auf Fehmarn gegönnt und sind dann mit verschiedenen Zwischenstops wieder nach Hannover gefahren. Die Rückreise war deswegen sehr… plötzlich. Wir waren so lange in Skandinavien, hatten lange das Lofoten-Ziel vor Augen und sind dann innerhalb von zwei Wochen über Schweden und innerhalb eines Tages von Schweden über Dänemark wieder nach Deutschland eingereist, das hat sich nach der langen Zeit sehr surreal angefühlt. Da es aber unterwegs (für uns) wenig passende Orte gegeben hätte wo wir gerne noch länger geblieben wären, würden wir die Rückreise wohl wieder genauso machen.

Nach unserer Ankunft in Hannover sind wir noch relativ lange um unsere Wohnung „herumgekreist“. Wir waren erst noch in einem unserer Lieblingsrestaurants nahe Hannover essen, in der Gastwirtschaft Rust. Das war auch richtig surreal, das Essen von dort im Auto zu essen. 😀 Danach sind wir noch in zwei verschiedene Baby-Läden gefahren, um gleich noch für Oskar einen neuen Kindersitz zu kaufen. Auch, weil wir übers Wochenende nochmal mit Christians Studienkollegen im Harz waren. Am Montag soll das Auto in die Werkstatt, weil ein paar Kleinigkeiten behoben werden müssen. Wir waren also an besagtem Freitag ungefähr 2 Stunden zu Hause 😀 In der Zeit haben wir immerhin mal wieder zu Hause Windeln gewaschen… so richtig angekommen sind wir erst 2 Tage später.

Ankommen zu Hause

Wir haben nur anderthalb Wochen zu Hause geplant, bevor es über ein paar Zwischenstops weitergeht in Richtung Italien. In der Zeit haben wir ziemlich viel Termine wahrgenommen… Hebamme, Kinderarzt, wir beide zum Friseur/Barbier, ein paar Freunde treffen. Und es war spannend, von unseren 8qm im Auto wieder auf über 80qm zu leben. SO VIEL PLATZ! Sicher werden wir nach unserer Italien-Reise auch noch einige Veränderungen an der Wohnung vornehmen. Unterwegs haben wir einfach gemerkt, was mit Baby sinnvoll und praktisch ist – und was wir nicht brauchen.

Schön, dass wir so viele Plätze für Oskar improvisiert haben – Jack ist dankbar 😀

Wir verbringen die anderthalb Wochen zu Hause also viel im „Machen“ um möglichst schnell wieder loszufahren. Das verarbeiten dieser Reise wird noch andauern, so ganz können wir das alles gar nicht begreifen.

Einen separaten Artikel zu Italien wird es geben, sobald wir dazu kommen 🙂

Was denkst du darüber? Habt ihr auch ein Wohnmobil und wart damit schonmal länger unterwegs? Oder habt ihr vor, euch eines zu kaufen oder zu mieten? Was sind eure Gedanken, Ideen und Überlegungen? Habt ihr Erfahrungen, an denen ihr mich und uns teilhaben lassen möchtet? Ich bin sehr gespannt auf deine Meinung, entweder in den Kommentaren oder an luise@zeitgeistich.de! Und wenn du den Artikel magst – spread the love and share the happiness (auf Facebook, Twitter oder wo du sonst bist). Ich danke dir von Herzen.

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von

Ich bin Luise und Bloggerin aus Leidenschaft. Ich liebe Fahrrad fahren und Mittagsschlaf. Ich lebe für Liebe, Wärme, Licht und Farben. Und dafür, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Es ist meine tiefste Überzeugung, dass mit ein bisschen mehr Selbstliebe in jedem von uns die Welt ein noch schönerer Ort wird. Also, lasst uns anfangen :)

4 Kommentare

  1. Ulf R. sagt

    Tolle Fotos und Bericht. Liest sich nur leider manchmal etwas wie „geiz ist geil“. Man bezahlt nur wenn man Dienste wie Windeln waschen in Anspruch nimmt und steht ansonsten illegal in der Wildnis.

    • Luise sagt

      Hallo Ulf, lieben Dank für deinen Kommentar und die Wertschätzung, was Bericht und Fotos anbelangt! Ich höre deine Angst, dass Menschen zu viel frei campen und/oder zu wenig Geld für Dienstleistungen bezahlen – was ist dein Bedürfnis dahinter? Warum ist dir wichtig, dass Menschen auf Campingplätzen campen und Geld bezahlen? Das Auto erlaubt uns autark zu sein (unter anderem mit eigener Toilette, da wir diese Hinterlassenschaften an den schönen Stellplätzen selbst nervig fanden). Mit Hund war es für uns einfach gut, wenn der frei raus kann und wir niemand anderen stören. Und auch die Check-Out-Zeiten auf den Campingplätzen haben bei uns mit Baby oft zu Stress geführt, wir haben also vor allem auch der Ruhe halber frei gestanden, die Campingplätze sind ja in Norwegen relativ günstig. Und wir standen auch oft 2-3 Tage auf Campingplätzen um Pause zu machen und waren damit die Ausnahme, die meisten standen nur eine Nacht und tagsüber waren die Plätze recht leer.
      Wir haben in 3 Monaten für Sprit, Lebensmittel und Fähren/Maut durchaus relativ viel Geld im Land gelassen und sind ja auch gerade in Elternzeit, konnten also eine so lange Reise auch nur machen, weil wir halbwegs sparsam gelebt haben.
      Ich hoffe, dir die Einschätzung unserer Reise auch in Bezug auf Geld da lassen / frei stehen einfacher gemacht zu haben oder vielleicht deinen Eindruck etwas ins Verhältnis gesetzt zu haben 🙂
      Liebe Grüße!

  2. Carola sagt

    Hao Luise,
    gerade habe ich die Berichte über Italien und Norwegen /Schweden gelesen.
    Es ist sehr interessant geschrieben, obwohl wir schon eine andere Generation sind, ü 60.
    Wir fahren seit 10 jahren unseren Anton und wollten jetzt unsere längeren reisen unternehmen. Corona bremst uns aus, aber die Vernunft siegt.
    Meine frage an dich wäre zur Sicherheit in Italien. Du schreibst über einbrüche… und gefährliche ecken. Seid ihr sicher durchgekommen oder gab es einbruchversuche?
    Ich habe keine lust vom einkauf zu kommen und kein womo mehr zu finden?!
    Schreckliche. Vorstellung wie es dann weitergeht.
    Liebe Grüße carola aus Lutherstadt Wittenberg

    • Luise sagt

      Liebe Carola,
      lieben Dank für dein positives Feedback zu unserem Artikel! 10 Jahre ist ja schon ein bisschen was 🙂
      Wir haben die ganz großen Großstädte gemieden und waren nicht wirklich in Florenz, nicht in Rom und so weiter. Ich glaube, da wäre das nochmal was anderes. Aber in den kleineren Städten und wenn man dort nur tagsüber ist haben wir keine schlechten Erfahrungen gemacht. Bei uns gab es keinen Einbruchversuch und auch eigentlich keinen Nacht-Stellplatz, an dem wir wirklich bedenken gehabt hätten. Park4Night ist da wirklich empfehlenswert, weil da immer steht, wenn es auf bestimmten Stellplätzen Einbruchversuche gab.

      In diesem Sinne – eine schöne Nach-Corona-Zeit in Italien und noch viel Freude mit eurem Anton 🙂

      Liebe Grüße, Luise

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