Alle Artikel mit dem Schlagwort: #bethechange

Mit Kindern in Sieben Linden

Mit Kindern ins Ökodorf: Unser erster Besuch in Sieben Linden

Oft beginnen Reisen ja schon lange bevor wir den ersten Fuß aus der Wohnungstür setzen. So war es auch hier. Sieben Linden ist bei uns schon lange im „Orbit“, aber wir waren noch nie da. Wir dachten, mit zwei kleinen Kindern – zum Zeitpunkt unseres Besuchs gerade vier und ein Jahr alt – bekommen wir das nicht hin. Kleiner Spoiler: es war auch anstrengend, aber nicht so anstrengend wie gedacht.  Ein paar Wochen vor der Fahrt nach Sieben Linden sprechen wir darüber, ob wir wirklich fahren wollen. Ob wir das schaffen, ob es gerade wichtig genug ist, um diese Energie zu investieren. Das Risiko einzugehen, dass wir uns vollkommen überfordern. Wir hatten uns schon auf „absagen“ geeinigt und ich das Handy in der Hand, um abzusagen. Drei Atemzüge später höre ich mich zum Bärtigen sagen: „Ich möchte nach Sieben Linden.“ Der lacht. Nun denn, fahren wir wohl. Angst oder Liebe? Heute Liebe. Dieser Artikel ist vor allem ein „Tagebucheintrag“ für uns und darf gleichzeitig anderen interessierten Menschen oder Familien dienen, um einzuschätzen, ob sie Lust …

Elternzeitreise Teil 2 – Auf nach Italien!

Nachdem wir viele schöne Tage in Norwegen und Schweden verbracht haben, fahren wir nach einem arbeitsreichen, anderthalbwöchigen Zwischenstopp zu Hause in Hannover und einem nochmal einwöchigen Stopp in Weinheim, Christians Heimatort, nach Italien. Insgesamt sind wir von Mitte Oktober bis Ende November 6 Wochen lang unterwegs. Wir lassen uns Zeit mit der Anreise. Der Rückweg von Norwegen durch Schweden war sehr schnell und auch zu Hause hatten wir sehr durchgetaktete Tage, weil wir schnell wieder loswollten. Jetzt ist uns nach Ruhe und Langsamkeit. Wir machen noch einige Zwischenstopps in Deutschland und nutzen mal wieder einige Landvergnügen. Wir sind gespannt und aufgeregt, wie Italien wird, was uns erwartet und in welchen Punkten es sehr anders sein wird als Norwegen. Und das werden einige sein 😀 Vor allem Luise freut sich vor allem auf eins: Wärme! Die kälteste Nacht in Nordschweden war 2 Grad „warm“, das brauchen wir für die nächsten Wochen nicht unbedingt. Wenn dich unsere Norwegen-Reise interessiert findest du hier den Reisebericht dazu. Da unsere Reise doch relativ lang war (und der Reisebericht ausführlich ist …

6 Monate mit Baby und Hund im Wohnmobil – unsere Erfahrungen & Tipps

Wir sind auf eine „Testfahrt“ losgefahren als unser Sohn 9 Wochen alt war. Und wir werden zurück sein, wenn er 8 Monate alt ist. Als wir diesen Artikel geschrieben haben, war er 6 Monate. Wie es uns ergangen ist, was sich für uns mit Baby und Hund im Wohnmobil bewährt hat und welche Gedanken man sich nicht machen braucht findet ihr in diesem Artikel. Dass wir so zeitig losfahren konnten haben wir mit Sicherheit auch einer sehr schönen Geburt im Geburtshaus zu verdanken, die vollständig ohne Interventionen oder Komplikationen verlief. Wäre das anders geworden, wären wir auch einfach ein paar Wochen oder Monate später losgefahren. Auch mit Hund unterwegs sein hat einige Implikationen. Den Teil findet ihr ganz unten, weil er doch etwas einfacher ist 😀 Wir sind mit einem Grand California 600 unterwegs – mehr zum Auto findet ihr hier. Wir haben versucht, unsere Erfahrungen ein bisschen nach „Themenbereichen“ zu gliedern: Grundsätzliches zum Reisen mit Baby im Wohnmobil Grundsätzlich kann man sagen, dass das Wohnmobil mit Baby (für uns) eine sehr schöne und relativ …

Auf zu den Lofoten! Route & Bilder unserer Elternzeitreise mit dem Wohnmobil

Unsere Route hat sich mehr oder weniger so ergeben, wie es eben passte. Wir hatten mit den Lofoten ein grobes Ziel und eine Richtung. Einen Überblick warum, wieso und weshalb wir losgefahren sind und wie es uns damit ging findet ihr in diesem Artikel 🙂 Wir sind insgesamt von Haustür zu Haustür 8777,7 km gefahren (tatsächlich!) – davon 4.314 km in Norwegen, der Rest war Hinreise durch Dänemark (1024 km) und Rückreise durch Schweden (2.428 km). Der Rest verteilt sich auf kleinere und größere Umwege auf der Rückreise seit der dänischen Grenze. Wir haben auf unserer Reise das digitale Fahrtenbuch von Vimcar genutzt, von dem wir ziemlich begeistert sind. Auch wenn es für uns steuerlich natürlich irrelevant ist, ist es doch einfach schön sehr genau nachvollziehen zu können, wann wir uns wohin bewegt haben. Anreise nach Norwegen Wir sind am 10. Juli losgefahren und haben erst noch ein paar Freunde in Norddeutschland besucht. Wir sind dann über Dänemark gefahren, haben auf einem Bauernhof eine Zwischenübernachtung gemacht und sind dann am nächsten Abend mit der Fähre von …

# Elternzeitreise durch Norwegen – Erfahrungsbericht

Wir waren im Sommer und Herbst 2020 in Summe knapp 6 Monate mit dem Wohnmobil und unserem Baby unterwegs. Einen großen Teil unserer Elternzeitreise haben wir in Norwegen und Schweden verbracht, den zweiten Teil unserer Reise haben wir in Italien (dazu gibt es hier einen separaten Bericht). Von unseren Erfahrungen möchten wir hier berichten – auch, damit andere (werdende) Eltern besser einschätzen können, ob so eine Elternzeitreise etwas für sie ist und was es gegebenenfalls zu wissen gibt. PS: Für mehr Bilder gibt es den Routen-Artikel. Dort findet ihr gaaaaanz viele weitere Bilder 😀 Wie sind wir darauf gekommen, eine Elternzeitreise mit dem Wohnmobil zu machen? So ganz genau wissen wir das nicht mehr. Wir haben, schon lange bevor wir Eltern geworden sind, gerne Filme wie „Weit“ oder „Expedition Happiness“ angeschaut. Filme, in denen Menschen mit Autos um die Welt fahren – mit Hund, Kind oder beidem. Deswegen war es gar keine große Entscheidung, sondern auch irgendwie ein bisschen klar, dass wir in unserer Elternzeit wegfahren würden. Auch im Freundeskreis haben einige Paare mit dem …

friedliche Geburt

Erfahrungsbericht zum Kurs „Die friedliche Geburt“ von Kristin Graf

Dieser Artikel zum Onlinekurs „Die friedliche Geburt“ wurde im November 2020 zum Ersten mal veröffentlicht und zuletzt im Februar 2024 aktualisiert. Wir sind mittlerweile Eltern von zwei Kindern und durften zwei wunderbare Geburten erleben. Immer wieder wird mir bewusst, wie kostbar und wenig selbstverständlich diese Erfahrungen sind, wenn ich die Geburtsgeschichten anderer Familien höre. Daher ist es mir ein Anliegen, dass noch viele Frauen die Möglichkeit haben, ihre eigene Stärke auf dem Weg zu einer selbstbestimmten und schönen Geburt zu entdecken – natürlich unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen. Wir haben selbst erfahren, dass Geburt anders sein kann und eine Geburt zu einem schönen, gemeinsamen Start werden kann, an den man sich gerne erinnert. Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg war für mich und uns der Onlinekurs „Die friedliche Geburt“ von Kristin Graf. Daher möchte ich gerne unsere Erfahrungen damit teilen und anderen werdenden Müttern Mut machen, ihren eigenen Weg zu einer positiven Geburt zu finden. Das geht grundsätzlich mit oder ohne diesen Kurs, vielleicht hilft der Artikel dir, für dich zu entscheiden ob er dich …

Transparents

Gemeinsam Wachsen: „Transparents“ und die Magie bewusster Eltern-Kind-Beziehungen

Schon vor der Geburt unseres ersten Kindes haben wir Transparents empfohlen bekommen. Nachdem wir Website und Videos durchforstet hatten war unsere Neugier geweckt. An einem Wochenende im März 2020 haben mein Partner und ich dann das Basisseminar bei Transparents besucht. Geplant war das vor Ort, durch Corona dann aber online. Wir fanden das Seminar und den Ansatz von Transparents auf eine ganz unaufdringliche Art überzeugend und auch einfach sehr berührend. Daher kommt mein Bedürfnis, darüber zu schreiben. Im Grunde fühlt es sich sehr natürlich an, auf die dort „gezeigte“ Weise mit den eigenen Kindern umzugehen. Es ist weniger ein neues Konzept, sondern vielmehr eine Erinnerung an etwas ganz Altes. Es ist ein bisschen eine Heilungs- und Reflektionshilfe für Eltern, sodass sie (wieder) mit mehr Leichtigkeit und Natürlichkeit mit ihren Kindern sein können. Wichtig ist für uns, dass wir mit Transparents eine Unterstützung gefunden haben, genau den Weg mit unserem Kind bewusst zu wählen und immer wieder selbst zu entwickeln, der zu uns passt und sich für uns stimmig anfühlt. Hin zu Bewusstsein und Achtsamkeit – …

Empathie

Echte Empathie jenseits gesellschaftlicher Normen: Ein tiefer Blick auf die Kunst des Verstehens

Diese Empathie… sie begleitet mich nun schon eine Weile und wir hatten es nicht immer leicht miteinander. Anfangs wollte es nicht in meinen Kopf, warum ein „Das kenne ich auch!“ denn bitte nicht emphatisch sein soll. Dafür gibt es doch so viel soziale Belohnung. Und mittlerweile musste ich einsehen, dass die meisten Verhaltensweisen, die ich mal mit „sei empathisch“ gelernt habe, so überhaupt nichts mit echter Empathie zu tun haben. Wir haben uns so viele Dinge ausgedacht (also wir Menschen), wie wir das Gefühl des anderen nicht wirklich aushalten müssen, nicht wirklich Raum dafür geben müssen und trotzdem nicht unhöflich erscheinen. Das, was ich bisher darüber glaube verstanden zu haben (und was mit Sicherheit lange nicht vollständig ist) möchte ich heute gerne mit dir teilen. Genauer hingeschaut: Was haben wir eigentlich gelernt? Oft beschweren Menschen sich darüber, dass der andere gar keine Lösung will, sondern sich nur mal ausheulen. Ja, genau. Wertschätzender ausgedrückt: Es ist ein zutiefst menschlicher Wunsch, ganz gesehen und wahrgenommen zu werden von seinem Gegenüber, mit allem was da gerade ist. Damit …

Die EInladung

„Die Einladung“ von Oriah Mountain Dreamer

Es gibt Zeiten in meinem Leben, da bin ich so mit arbeiten, funktionieren und „alles schaffen“ beschäftigt, dass mir die Essenz dessen, wie ich eigentlich leben und arbeiten will verloren geht. Das Gedicht „Die Einladung“ von Oriah Mountain Dreamer ist eines der Gedichte, die mich dann schnell wieder zu mir, zu meinem Wissen und in ein Gefühl der Ruhe und des Vertrauens bringen. Deswegen wollte ich dieses Gedicht heute einfach mal mit dir teilen – vielleicht inspiriert es dich auch den Weg aus den äußeren Gegebenheiten wieder in dein Inneres zu finden. Die Einladung Es interessiert mich nicht, wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest. Ich möchte wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst, davon zu träumen, Deine Herzenswünsche zu erfüllen. Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist. Ich möchte wissen, ob Du es riskieren wirst, verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in Deine Träume, in das Abenteuer, lebendig zu sein. Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher Konstellation zu Deinem Mond stehen. Ich möchte wissen, ob Du die Mitte Deines Leids berührt …

Frugalisten

Frugalismus als Lebensphilosophie: mehr ist als nur ein Sparplan

Frugalisten sind Menschen, die mit einer Sparquote von teilweise deutlich über 50% ihrer Einnahmen dafür sorgen wollen, möglichst zeitig in quasi selbst finanzierte Frührente zu gehen. Wie das funktioniert und was diese Menschen möglicherweise antreibt – darum soll es heute gehen. Warum machen Menschen das? Frugalisten werden? Die Gründe sind zwar recht vielfältig, aber eines haben alle gemeinsam: 40 Jahre arbeiten, 8 Stunden am Tag und freitags auf allen vieren aus dem Büro kriechen um dann mit einer kleinen Rente abgespeist zu werden kommt für sie nicht in Frage. Soweit sehr verständlich. Letztlich ist Frugalismus für mich die konsequente Umsetzung (bzw. eine Möglichkeit dazu) dessen, was so viele immer wieder sagen: Geld macht nicht glücklich, Arbeitszeit ist Lebenszeit, warte nicht darauf, deine Träume zu verwirklichen. Und wie viele von denen, die das schon verstanden haben, gehen trotzdem Vollzeit arbeiten? Die meisten. Wenn man nicht gerade das Glück hat, mit 18 zufällig die Berufung seines Lebens gefunden zu haben bestehen die folgenden Jahre für viele Menschen aus „aushalten“. Weil sie – verständlicherweise – Angst haben, etwas …