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Elternzeitreise Teil 2 – Auf nach Italien!

Nachdem wir viele schöne Tage in Norwegen und Schweden verbracht haben, fahren wir nach einem arbeitsreichen, anderthalbwöchigen Zwischenstopp zu Hause in Hannover und einem nochmal einwöchigen Stopp in Weinheim, Christians Heimatort, nach Italien. Insgesamt sind wir von Mitte Oktober bis Ende November 6 Wochen lang unterwegs.

Wir lassen uns Zeit mit der Anreise. Der Rückweg von Norwegen durch Schweden war sehr schnell und auch zu Hause hatten wir sehr durchgetaktete Tage, weil wir schnell wieder loswollten. Jetzt ist uns nach Ruhe und Langsamkeit.

Wir machen noch einige Zwischenstopps in Deutschland und nutzen mal wieder einige Landvergnügen. Wir sind gespannt und aufgeregt, wie Italien wird, was uns erwartet und in welchen Punkten es sehr anders sein wird als Norwegen. Und das werden einige sein 😀 Vor allem Luise freut sich vor allem auf eins: Wärme! Die kälteste Nacht in Nordschweden war 2 Grad „warm“, das brauchen wir für die nächsten Wochen nicht unbedingt.

Wenn dich unsere Norwegen-Reise interessiert findest du hier den Reisebericht dazu.

Da unsere Reise doch relativ lang war (und der Reisebericht ausführlich ist :D) gibt es ein Inhaltsverzeichnis:

Anfahrt nach Italien

Wir fahren erst ins Allgäu und nach Füssen – hierher hat uns unser lieber Nachbar einen Brief geschickt mit Christians Kumja-Adaptern, die wir zu Hause vergessen haben. Die Kumja („Komm unter meine Jacke“) ermöglicht es uns, Oskar einfach mitsamt Trage bzw. Tragetuch mit unter unsere Jacke zu nehmen, wenn wir ihn draußen tragen. Das werdet ihr auf einigen Bildern sehen. Es ist eine große Erleichterung, als Christian von der Packstation zurückkommt und den Brief in den Händen hält – hat alles geklappt. So kleine Teilchen diese Jacken-Adapter und so lebensnotwendig für uns im Moment.

Auf dem Weg testen wir auch zum ersten Mal verschiedene Dinge, die wir in unserer zu-Hause-Pause am Wohnmobil verändert oder neu hinzugekauft haben. Christian ist beispielsweise sehr glücklich über den Wasseradapter der macht, dass der Wasserschlauch von selbst im Auto hält 😀

Erstausstattung fürs Wohnmobil
Wasser nachfüllen 2.0 🙂

Falls dich interessiert, was wir sonst noch so dabei hatten (oder auch wieder verkauft haben weil wir es nicht brauchten) findest du hier unsere „Packliste“.

Bei dem Landvergnügen in Füssen machen wir noch eine schöne Abendwanderung und fahren am nächsten Tag nach Österreich.

Abendwanderung beim Landvergnügen in Füssen

Von Corona ist im Moment keine Rede mehr, schön für uns. In Österreich erwartet uns nach kurvenreicher Durchfahrt einer der schönsten Stellplätze, den wir südlich von Skandinavien bisher gesehen haben. Für nur 10€ pro Nacht kann man in Trins parken, inklusive Dusche, Toilette und Ver- und Entsorgung fürs Wohnmobil („VE“). Auch dort machen wir wieder einen schönen Abendspaziergang und überlegen, ob es auf dem Rückweg warm genug sein wird, hier nochmal zu halten.

Abendspaziergang in Trins… mit Kumja 🙂

Hier in Trins schauen wir auch mal wieder Tatort, oder versuchen es zumindest. Unser mittlerweile 5 Monate alter Sohn Oskar ist wach – sehr wach. Wir schauen Tatort immer mit AirPods und stellen das iPad so, dass er es nicht sehen kann. Normalerweise ist er maximal noch eine viertel Stunde wach und schläft dann beim Stillen ein, sodass wir die letzten Male den Tatort immer durchgehend angucken konnten. Nicht so heute. Er turnt wahnsinnig viel rum – und hat noch Großes vor. Heute ist es soweit, während des Tatorts dreht er sich zum ersten Mal komplett alleine vom Rücken auf den Bauch. Nicht nur einmal. Oha, unser Kind wird mobil. Wir machen Tatort-Pause um ihm dabei zuzuschauen. Nachdem er sich genug gedreht hat schläft er dann doch irgendwann ein. Wir sind ein bisschen aufgeregt, so unmittelbar Zeugen seiner Entwicklung zu sein. Es ist einfach schön.

Der Grenzübergang nach Italien am nächsten Tag ist super unspektakulär. Dass wir in Italien sind haben wir eigentlich erst gemerkt als wir am Brenner nochmal Maut zahlen sollten – diesmal allerdings auf italienisch. 

Wir fahren in Richtung Bruneck – hier wollte Christian gern zu einem Schloss, auf dem er vor fast 25 Jahren mal mit den Weinheimer Sängerknaben war. Dort gehen wir am nächsten Mittag auch noch Essen. Es ist schön und spannend für Christian, auf den Spuren seiner Jugend zu wandeln. Man kann zum Schloss hochfahren – das machen wir auch zweimal. Und es kostet uns einige Nerven, es ist vielleicht die steilste und gleichermaßen kurvigste Strecke, die wir bisher mit „Karl“ gefahren sind. Es geht aber alles gut.

Besuch auf der Burg in Bruneck

Wenn du mehr über „Karl“, unseren Volkswagen Grand California 600 wissen möchtest, findest du hier mehr über ihn.

Pausentag am Agricampeggio de Bery

Nach einigen Tages des Fahrens ist uns mal wieder nach Pause. Außerdem müssen wir Oskars Windeln waschen. Unsere Pause machen wir auf dem Agricampeggio de Bery. Ein sehr empfehlenswerter Ort, den wir auch auf dem Rückweg nochmal ansteuern.

Dort gehen wir das erste Mal in Italien Pizza essen in einer nahegelegenen Pizzeria. Außerdem Einkaufen, schnacken mit der Besitzerin, sowas. Es wird für eine ganze Weile der schönste Stellplatz in Italien sein.

Wir fahren weiter in Richtung Gardasee, wo vor allem Christian hin will. Der See selbst ist weniger spektakulär als gedacht. Die Gegend nördlich des Sees finden wir tatsächlich deutlich beeindruckender. Gut, dass wir über Land gefahren sind um die schönere Strecke auf der Westseite des Sees zu fahren und nicht die Autobahn auf der Ostseite. 

Einkaufen wird in Italien ein Spaß – hier gibt es ja die Siesta zwischen ca. 12 und 15 Uhr. Daran müssen wir uns wohl erst gewöhnen. Wir sprechen darüber, dass das zwar einerseits nervig ist, weil wir uns danach richten müssen, auf der anderen Seite aber auch eine schöne und sehr menschengerechte Art den Tag zu verbringen. Und wir Deutschen regen uns darüber auf, weil wir so viel Entspannung gar nicht mehr gewöhnt sind 😀 Es schwant uns, die italienische Entspannung wird uns gut tun.

Überblick über unsere Route

Unser erstes (und leider auch letztes) Weingut in Italien

Wir machen unser erstes „Landvergnügen“– in Italien heißt es Greenstop24 – auf einem kleinen Weingut. Spannend. Wir sind uns unsicher, wir die „ungeschriebenen“ Konditionen sind. Der Winzer ist ziemlich jung und will uns gleich alles zeigen. Müssen wir dann auch kaufen? Müssen wir überhaupt kaufen? Wir merken, dass wir uns in Deutschland mit den Gepflogenheiten sicherer fühlen. Wir kaufen bei den Landvergnügen oft, wenn es was Schönes gibt (und Gemüse brauchen wir beispielsweise sowieso immer) und wenn nicht, dann eben nicht. Hier wissen wir das nicht so genau. Dazu kommt, dass es in Deutschland sehr viel mehr Vielfalt bei den Höfen gibt. Hier produzieren die meisten nunmal Wein oder Olivenöl, einige wenige Käse, den Christian bloß nicht essen kann. So viel Wein können wir gar nicht verschenken, wie wir dann kaufen müssten. Wir überlegen, zukünftig einfach nur so ein bisschen Geld da zu lassen ohne Gegenleistung als Dankeschön, sind uns aber unsicher ob das wieder unhöflich sein könnte. Wir werden sehen.

Letztlich kaufen wir eine Flasche Anstandswein, er ist auch „bio“. Und schließlich steht Weihnachten vor der Tür, wenn wir zurück sind. Ich schreib hier aber nicht für wen der Wein ist, sonst ist es ja für denjenigen keine Überraschung mehr 😀

Es ist neblig, als wir am nächsten Morgen auf dem schönen Weingut aufwachen. Es war eine ruhige Nacht, bis auf die Eicheln, die immer wieder mal lärmend aufs Autodach fallen. Wir frühstücken in Ruhe, Luise geht eine kurze Hunderunde. Wir haben beschlossen, in Oskars zweiter Schlafphase zu fahren. Heißt: Nach dem Frühstück und der Morgenroutine schläft er nochmal ein halbes Stündchen im Auto. In der Wach-Phase danach machen wir uns und das Auto abfahrfertig und gehen noch eine größere Runde zu viert spazieren. Die Abendrunde von gestern war so schön, dass wir die einfach nochmal gehen. Wir wurden vom Winzer vorgewarnt – seit 6 Uhr findet in der Nähe eine Jagd statt, wir hören auch immermal wieder Schüsse, aber weit entfernt.

Unsere erste Stadtbesichtigung in Italien – Sirmione

Es ist nicht weit bis nach Sirmione, einer Stadt an der Südspitze des Gardasees, die als Halbinsel weit in den See hineinragt. Wir sind gespannt, unsere erste Stadtbesichtigung in Italien.

Parken geht gut, wenn auch teuer. Wir zahlen 6€ für reichlich 2 Stunden und laufen los. Ein Paar Plätze neben uns parkt ein goldener Rolls-Royce, der förmlich ins Auge sticht. Christian meint, dass er wahrscheinlich „dem Paten“ gehört, nachdem ein recht kleiner, älterer Mann aussteigt. Die Halbinsel ist sehr, sehr hübsch. Das ständige Maske tragen, was im Moment in Italien vorgeschrieben ist, nervt uns allerdings ganz schön. Wenn wir allein sind, setzen wir die Masken natürlich auch ab. Oskar guckt sich ebenso den schönen Gardasee an und schläft erst ein, als wir eine ganze Weile später etwas Essen gehen und Christian den Sichtschutz an die Trage macht. 

Wenn dich Wohnmobilreisen mit Baby interessieren, findest du hier unsere Tipps und Erfahrungen nach 6 Monaten Reise.

Wir können uns ewig nicht entscheiden und landen dann irgendwann doch in einem der vielen Touri-Restaurants. Ok lecker für ok Geld 😀 Überragend ist es aber nicht. Erkenntnis: Wenn wir hier in Italien in Touri-Regionen sind, wollen wir lieber im Auto essen, auswärts essen gehen können wir lieber auf Dörfern in Trattorias, in denen noch die Oma kocht 😀

So haben wir die erste Stadtbesichtigung in Italien mit Oskar gut überstanden. Neuland für uns, in Norwegen haben wir ja wenig Städte angeguckt. Aber hier in Italien ist nunmal viel Kunst, Kultur und Architektur zu sehen. Und dennoch wollen wir zusehen, nicht nur Städte anzugucken. Schließlich muss Jack, unser Hund, da auch immer im Auto warten, weil mit ihm und Oskar in Städten unterwegs zu sein einfach stressig ist. Und außerdem ist Jack schon 14 und freut sich auch mal über Zeit für ein Mittagsschläfchen.

Agriturismo La Montina und der „Nebel-Stellplatz“ auf dem Weg nach Cinque Terre

Verona und Parma streichen wir erstmal von unserer Liste, das würde sich nach „abarbeiten“ anfühlen. Außerdem kommen noch genug schöne Städte. Stattdessen fahren wir zum Agriturismo La Montina in der Nähe, um dort die Nacht zu verbringen. Wir fahren direkt hin und werden auch sehr nett begrüßt. Das Restaurant hat nur leider zu und auch sonst gibt es keine Möglichkeit, vor Ort Geld auszugeben. Für den Stellplatz wollen sie trotzdem partout nichts haben.

Es gibt hier Ziegen, Hühner, Hängebauchschweine, Gänse und was sonst noch so dazugehört. Außerdem eine Horde Hunde – alles Mädels. Das wäre der Traum schlechthin für Jack, allerdings laufen hier auch ein paar humpelnde Ziegen zwischen den Hunden frei herum, da sind wir uns bei Gurki nicht sicher, wie er reagiert und lassen das lieber sein.

Die Familie empfiehlt uns noch einen schönen Spaziergang am Kanal entlang. Den machen wir auch und hier entsteht eines unserer Lieblingsbilder der ganzen Reise.

Als nächstes wollen wir weiter in Richtung Cinque Terre. Da das aber 3,5h Fahrt sind und es vor Ort keinen wirklich schönen und Hunde-geeigneten Stellplatz gibt machen wir vorher noch einen Zwischenstopp. Dort bleiben wir sogar zwei Nächte, weil wir merken, dass wir schon wieder ganz schön viel gemacht haben. Von dem tollen Blick den es da eigentlich geben soll sehen wir so gar nichts, da es die komplette Zeit extrem nebelig ist. So nebelig, dass es Luise sogar tagsüber gruselig findet, da mit Jack rauszugehen. Der will bei solchem Wetter aber sowieso nicht so gerne raus. Da wir heute weder duschen, noch Windeln waschen noch sonst irgendwas tun, fühlt es sich zum ersten Mal nach richtiger Pause an.

Nachmittags um 2 😀

Luise kommt – das erste Mal in Italien – wieder richtig zum Schreiben, Christian kocht und kommt auch zum Sprachnachrichten hören und beantworten. Es schüttet den ganzen Tag und ist wahnsinnig gemütlich in unserem WoMo. Wir genießen die Pause sehr. Zum Mittag machen wir ein schnelles Fertig-Essen, da Luise gestern versehentlich die Avocado aufgegessen hat, die wir eigentlich für den heute geplanten Salat gebraucht hätten 😀 Naja, passiert und geht schneller.

Erste Gedanken über Corona in Italien

Als wir morgens die Nachrichten lesen, bekommen wir mit, dass in Italien bereits wieder erste Lockdowns im Gespräch sind. Unter anderem in Kampanien, einer Region, in die wir eigentlich fahren wollten. Na mal sehen.

Das erste Mal haben wir das Gefühl, dass Corona uns wirklich betreffen könnte. Die eine Frage ist, wie entspannt wir das Reisen selbst hinbekommen – inklusive einkaufen gehen und regelmäßig Wäsche waschen. Viele Campingplätze haben so schon geschlossen, weil Nebensaison ist. Die Frage ist, ob die verbleibenden ganzjährigen Campingplätze nun auch schließen werden? Dann müssten wir in jedem Fall auf Wegwerfwindeln umstellen, Wäschereien sind auf Dauer einfach zu teuer. Mit unseren Klamotten kommen wir eine ganze Weile hin. Mal sehen.

Die andere Frage ist natürlich, was für den Fall der Fälle passiert. Wenn sich jemand von uns infiziert und einen schweren Verlauf hat. Müssen wir uns diese Frage stellen? Die Wahrscheinlichkeit dafür ist selbst im Promillebereich nicht mehr gut lesbar dazustellen 😀

Wir entscheiden, erstmal unsere Reise fortzusetzen und behalten die Nachrichten im Blick. Wenn die Zahlen hier weiter explodieren fahren wir natürlich nach Hause, bis dahin wollen wir aber gerne weiterfahren. Luise fragt auch eine Mediziner-Freundin dazu – die würde das ebenso machen. Auch wenn wir es letztlich selbst entscheiden müssen – irgendwie beruhigend.

Ankunft in Cinque Terre

Wir machen uns also auf den Weg nach Monterosso. Nach einiger Recherche und Suche in Park4Night hat Luise hier den einzig wirklich sinnvollen Wohnmobil-Stellplatz in den 5 Dörfern der Cinque Terre gefunden. Teuer (25€ für 24h) und nicht schön, aber zum Städte angucken wird es wohl reichen.

Als wir ankommen, machen wir noch einen schönen Abendspaziergang. Wir schielen immermal auf die Restaurants, entscheiden dann aber, dass wir im Auto genug Essen haben. Außerdem wartet der „andere Kleine“ schon wieder alleine im Auto. Die Umgebung ist sehr schön, extrem touristisch und gleichzeitig fast ausgestorben – schön für uns, dass es so ruhig ist. Und uns fällt hier die besondere Situation auf, in der sich die Welt gerade befindet. Das kennen wir so aus Norwegen nicht, weil dort Corona fast keine Rolle gespielt hat und wir wenig in Städten waren. Spannend ist, wie das gefühlt die „Machtverhältnisse“ zwischen Touristen und Verkäufern umkehrt. Die Verkäufer sind alle sehr nett und zuvorkommend, hoffen verständlicherweise auf ein kleines bisschen Umsatz. Und Wahnsinn, was hier los sein muss, wenn Hochsaison und kein Corona ist.

Wanderung in Cinque Terre

Als wir in Cinque Terre aufwachen ist es eher bedeckt und fängt wenig später auch an zu regnen. Luise geht mit Jack eine kurze Hunderunde morgens um 7 an dem noch menschenleeren Strand – sehr schön! Super Voraussetzungen für Wanderung mit dem Regen und super, dass wir uns auf dem Weg hierher Zeit gelassen haben um auf gutes Wetter zu warten :D. Es klart dann aber doch noch auf und wir entscheiden, einfach loszulaufen.

Christian packt also Oskar in die Trage, das hat sich auf Wanderungen bewährt. Die Wanderung wird recht anstrengend und sehr schön. Und sie kostet 7,50€ pro Person! Das wussten wir vorher, trotzdem verrückt, fürs Wandern zu bezahlen. Es gibt echt viele Treppen, insgesamt sind es 270 Höhenmeter hoch und wieder runter. Unterwegs haben wir immer wieder mal richtig tolle Ausblicke und es ist relativ wenig los. Wir sind „von Auto zu Auto“ insgesamt 4 Stunden unterwegs, davon 2 Stunden Wanderung. Der Weg ist sehr schmal und da in Italien in der Öffentlichkeit Masken und Abstand vorgeschrieben sind, müssen wir uns immer ganz schön aus dem Weg gehen, wenn uns Leute entgegenkommen. Es ist super Wetter zum Wandern geworden, sonnig, aber nicht unendlich warm.

Wir wandern von unserem Parkplatz nach Monterosso und dann nach Vernazza. In Vernazza angekommen nehmen wir uns noch Zeit für eine Pizza, packen Oskar mal zum rumstrampeln auf eine Bank und Christian gönnt sich sogar ein Radler. Auf dem Weg zum Bahnhof genehmigen wir uns noch ein Eis und fahren dann die erschreckend kurze Bahnfahrt (4 Minuten oder so) wieder zurück nach Monterosso. Vom Bahnhof Monterosso zum Auto sind es nur 5 Minuten und das ist auch gut so, da es mittlerweile in Strömen regnet. Christian geht noch eine kurze Runde mit Jack, der im Auto gewartet hat. Danach machen wir eine sehr kurze Pause und fahren relativ zügig weiter, um innerhalb der 24h bei der Parkplatzgebühr zu bleiben. 

Zwei doofe Stellplätze nacheinander…

Der nächste Campingplatz Camping Aqua Dolce ist etwas nördlich von Cinque Terre. Eigentlich hatten wir ihn als 2-Nächte-Stellplatz ausgesucht, dann wären 20 Minuten Umweg auch ok gewesen. Wir haben diesen Campingplatz ausgewählt, weil hier laut Website viel Wert auf Bio und Nachhaltigkeit gelegt wird. Allerdings funktioniert WLAN nicht (es ist Sonntag, Tatort!), Duschen ist doof weil die Räume sehr kalt sind und weil man ständig wieder draufdrücken muss damit das Wasser weiterläuft. Außerdem wird alles nass, da es nur wenig Platz zum Aufhängen von Kleidung und Handtüchern gibt. Eine Waschmaschine soll 6€ kosten für 40 Minuten! Machen wir trotzdem, wir müssen ja. Die Windeln riechen hinterher immernoch nach Pipi. Zahlen wir nicht. Den Trockner auch nicht, weil wir nach 2 Trockner-Durchgängen immernoch im Auto trocknen müssen. Das ist diesmal aber ganz ok, weil Christian in unserer zu Hause-Pause eine neue Trockenkonstruktion gebaut hat, mit der wir nun entspannt hinten über dem Bett trocknen können. Auch während der Fahrt. Insgesamt kostet der Campingplatz knapp 32€ inklusive einer Art Kurtaxe. Für rumstehen in der Nebensaison und doof duschen ohne Internet ist das eigentlich zu viel. Und was hier jetzt mehr Bio sein soll als auf anderen Campingplätzen ist uns auch nicht klar. 

Camping Aqua Dolce

Am nächsten Morgen fahren wir schon kurz nach 10 los, bis 11 muss man hier auch auschecken, was wir sehr zeitig sind. Aber dank Zeitumstellung und mit Baby sind wir eh kurz nach 6 wach, da bekommen wir das gut hin.

Unsere Weiterfahrt führt uns zu einem Bauernhof mit Restaurant, wo man wohl kostenlos stehen und auch gut Essen kann. Sagt zumindest Park4Night. Montags hat das Restaurant zwar zu, wir überlegen aber sowieso einen Pausentag zu machen wenn es da nett ist.

Als wir ankommen treffen wir – niemanden. Den ganzen Tag ist niemand auf dem Gelände, komisch. Es ist Montag, vielleicht haben sie Ruhetag. Unter der angegebenen Telefonnummer erreichen wir niemanden. Im Dunkeln ist es auch ein bisschen gruselig. Wir bleiben aber trotzdem stehen, zum Weiterfahren sind wir zu kaputt und es gibt nicht wirklich andere gute Stellplätze in der Nähe.

Am nächsten Tag sind zwar Menschen da, die aber nicht so motiviert sind mit uns in Kontakt zu treten. Es scheint sie aber nicht zu stören, dass wir übernachtet haben. Trotzdem fühlt es sich ein bisschen dreist an, deswegen entscheiden wir bald weiterzufahren.

Unterschiedliches Reisen in Norwegen und Italien

Wir sprechen darüber, wie sich das Reisen in Norwegen und Italien unterscheidet. Wobei das sehr diplomatisch ausgedrückt ist, eigentlich sprechen wir darüber, warum Italien für uns gerade zwar schön, aber doch deutlich anstrengender ist als Norwegen.

Eine Erkenntnis ist, dass Norwegen irgendwie entspannter war mit „jeder Zeit für sich“, weil man viel leichter rausgehen konnte. An den meisten Stellplatzen war es so weitläufig und unbewohntes Gebiet, dass man gut unbeobachtet rumlaufen konnte. Hier in Italien ist entweder doofes Wetter und/oder wir stehen irgendwo auf einem Bauernhof, wo man auch nicht ganz so entspannt rumlaufen kann. Der Sonnenuntergang, der mittlerweile kurz nach 17 Uhr ist tut natürlich sein Übriges. In Norwegen sind wir häufig abends um 8 noch zu einer Abendwanderung aufgebrochen.

Von VE-Stationen und Campingplatz-Preisen sind wir auch einfach verwöhnt. Stationen gab es in Norwegen sehr gepflegt an jeder Ecke, in Italien gibt es sie weniger und sie sind oft sehr alt und funktionieren nur zum Teil. In Norwegen haben wir für Campingplätze während der Hauptsaison oft nur 20€ am Tag gezahlt. In Italien sind es in der Nebensaison meistens über 30€. Wenn man so lange unterwegs ist wie wir es gerade sind, summiert es sich einfach. 

Außerdem ging es in Norwegen immer lange eine Straße entlang und es war streckenweise so wenig Verkehr, dass Christian gut auch während des Fahrens Sprachnachrichten hören und beantworten konnte. Das ist in Italien nahezu unmöglich, einfach zu viel los und die Italiener fahren auch wie die Berserker… Dafür ist es in Italien deutlich leichter und viel günstiger, auswärts zu essen, was ja auch entspannt, wenn wir nicht immer kochen müssen. Und es gibt erschwingliche Bio-Produkte zu kaufen, das ist auch schön. Wir müssen uns einfach noch ein bisschen an den neuen Reisemodus gewöhnen und uns neu sortieren.

Trotzdem schwant uns, dass für unsere Bedürfnisse nach Ruhe mit Kind und altem Hund Norwegen einfacher war. Dafür ist es hier in Italien wärmer 😀

Stadtbesichtigung nächster Teil – Lucca

Wir kommen als nächstes in Lucca an und fahren auf einen der wenigen Parkplätze, bei denen in der Bewertung in Park4Night nicht stand, dass relativ regelmäßig eingebrochen wird. Wir müssen auf 2 Parkplätzen parken, die Parkbuchten sind hier eher für Fiat Puntos gemacht. Dafür ist es kostenlos und die Solarzelle steht in der Sonne. Geht auch alles gut.

Luise hat Oskar im Tragetuch – das ist in Italien offenbar nicht sehr verbreitet. Wir werden immer wieder angeguckt, angelächelt und durchaus auch angesprochen. Vor allem Frauen finden das furchtbar niedlich.

Wir machen erste ein längere Runde oben auf der begrünten Stadtmauer mit Jack und bringen ihn dann zurück ins Auto. Beinahe-Absturz inklusive 😀 Von Stadtbesichtigung hat der Hund einfach nicht so viel. laufen zur Piazza Anfiteatro, einem runden und ganz hübschen Platz mitten in der Stadt. Es ist wieder spannend, zu dieser Jahreszeit und während Corona unterwegs zu sein. Es hat nur ungefähr ein Drittel der Geschäfte geöffnet. Liegt das an der Nebensaison oder an Corona? Wahrscheinlich beides. Auch schön, dass es so ruhig ist, wir haben uns an Maske tragen gewöhnt und treffen nur sehr wenige andere Touris. Und wir haben das erste Mal das Gefühl in einer „richtigen“ italienischen Stadt zu sein, die nicht nur wegen des Tourismus existiert. Wir kaufen Brot bei einem kleinen Bäcker – das ist ganz ok. Besser als das Toastbrot der letzten Tage. In einem Touri-Laden wollten wir eigentlich Nudeln kaufen, finden darin aber eine Motte und kleine Fliegen. Hier kaufen wir wohl nichts, sagen es dem Besitzer aber wenigstens. Das Eis in der einzigen Gelateria spricht uns nicht an, außerdem wird es langsam kühl.

Die Piazza Anfiteatro in Lucca

Wir wollen noch einen Turm hoch, das geht aber nur nach voriger Anmeldung. Außerdem wurden die Öffnungszeiten gekürzt, der schließt auch gerade. Das ist schade, passt aber im Nachhinein ganz gut, da wir so ein gutes Timing mit Oskar abgepasst haben.

Danach laufen wir noch zum Dom, auf dem Weg essen wir eine Kleinigkeit in einem Bistro, was so medium lecker schmeckt. Essen unterwegs hat sich vor allem Luise hier in Italien einfacher vorgestellt. Auch das liegt aber vielleicht an Corona.

Die Kirche begucken wir, sie ist asymmetrisch angelegt mit einem großen Platz davor. Sehr imposant für eine so kleine Stadt. Es ist wieder viel aus Marmor, hübsche Türen, Italien halt 😀 Christian macht noch ein paar schöne Fotos, danach laufen wir zügig im Dunkeln zurück zum Auto.

Gerade als wir im Auto sind fängt es an zu regnen, das haben wir wohl wieder gut abgepasst. Wir stillen, wickeln und Essen eine Kleinigkeit im Auto, danach fahren wir die nur 20 Minuten zum nächsten Stellplatz auf dem Weg nach Pisa. Vernünftige Campingplätze haben gerade nicht mehr offen und auch sonst gibt es wenig Auswahl, deswegen stehen wir ausnahmsweise frei. Auf dem Weg aus Lucca raus halten wir noch an einem Brunnen neben einer Kirche, um unsere Trinkwasserkanister aufzufüllen.

Tourikram in Italien geht weiter – wir gucken Pisa an 😀

Wir werden geweckt durch vorbeifahrende Autos und klappernde Autotüren – es ist Jagdbeginn. Was in Norwegen das Angeln, ist in Italien das Jagen. Nur, dass das Angeln sehr viel leiser vonstatten geht und sich für Spaziergänger nicht so gefährlich anfühlt.

Wir machen das Auto schonmal langsam abfahrfertig und wollen dann noch eine kurze Runde spazieren gehen. Direkt nebenan ist ein Bergkamm, von dem die Aussicht wohl noch ein bisschen toller ist. Und in der Tat – der Turm ist schon zu sehen. Wir sind eine knappe Stunde unterwegs und wollen dann langsam los.

Wir fahren noch tanken – es gibt hier einen Tankwart?! Keine Ahnung, ob wir dem eigentlich Trinkgeld geben sollten. Wir wollen ja eigentlich keinen Tankwart. Dafür ist der Sprit hier richtig günstig. Bis zum Ende unserer Italienreise werden wir nicht so ganz richtig verstehen, wie das mit dem Tanken hier gedacht ist… vor allem Christian stresst das immer wieder, da es auch sehr unterschiedlich zu sein scheint.

In Pisa angekommen fahren wir zuerst zu einem „Naturasi“ – einer Biomarktkette. Luise hatte in einer Italien-Facebookgruppe nachgefragt, wo man Bio-Zeug kaufen kann. Dort haben wir den Tipp bekommen. Preislich ist das eher ein Reformhaus, wir lassen reichlich 100€ da. Wir waren aber auch komplett „leer“. Wir dürfen mit dem Einkaufskorb zum Auto fahren, so viele Beutel hätten wir auch fast nicht mitnehmen können. Und ja, wir waren auch ein bisschen mit Hunger einkaufen und sind einfach sehr froh gewesen, endlich wieder „unsere“ Produkte kaufen zu können. Die sehr nette Verkäuferin gibt uns als Dankeschön für den großen Einkauf noch ein Stückchen typisch toskanische Kastanienkuchen mit. Den probieren wir erst abends, er schmeckt uns beiden aber leider überhaupt gar nicht.

Dann fahren wir weiter zu einem Parkplatz den wir wieder in Park4Night gefunden haben. In Pisa herrscht, wie in vielen italienischen Städten, das Problem, dass ohne Ende WoMos aufgebrochen werden. Ein Problem was wir aus Norwegen und Schweden eher nicht kennen. Deswegen suchen wir uns bewusst einen Bezahl-Parkplatz, der hinter einer Tankstelle liegt. Dort sagt uns der junge Mann, dass wir mit einem Wohnmobil dort nicht parken dürfen (die letzte Bewertung auf Park4Night ist von Anfang Oktober, das kann also fast nicht sein) und beschreibt uns einen kostenlosen Parkplatz, auf den wir stattdessen fahren können. Aus Park4Night wissen wir, dass auf dem bekanntermaßen regelmäßig eingebrochen wird… Ob er dafür Geld bekommt? Der Gedanke liegt in Italien nah. Und Karl sieht ja auch einfach sehr schick aus. Nehmen wir es mal als Kompliment. Auf den benannten Parkplatz fahren wir natürlich nicht, Luise sucht schnell einen anderen Bezahl-Parkplatz raus. 5 Minuten zu Fuß vom Turm. Dort angekommen stehen vor allem viele Deutsche – Leipzig, Dresden, Mittweida 😀 Wir machen Oskar und uns Ausgeh-Fertig und richten uns auf eine Stadtbesichtigung ein.

Wir sind wirklich ziemlich nah am Turm und sehr schnell hingelaufen. Es ist ein bisschen unspektakulär, vor allem für Luise. Hingehen, Turm angucken, auf dem Gelände stehen noch zwei andere weiße Gebäude. Eine Kathedrale und eine Baptei oder so, alles in Marmor-weiß. Sonst ist hier nicht viel. Der eigentliche Stadtkern von Pisa scheint etwas entfernt zu sein, auf jeden Fall sind hier ausschließlich Touris.

Der schiefe Turm ist schon auch irgendwie beeindruckend und immerhin das größte geneigte Gebäude der Welt. Und er steht da schon seit 1000 Jahren. Vor allem Christian beeindruckt das durchaus. Auf dem Gelände rumlaufen kann man kostenlos. Es zieht uns auch weder in die Gebäude noch auf den Turm, ist auch alles nicht ganz günstig mit 18€ pro Person (nur für den Turm). Wir machen ein paar Bilder, sehen uns um und dann wird uns auch langsam kalt. Wir gehen zurück zu Karl, stillen und wickeln Oskar und fahren weiter in Richtung Nachtstellplatz, der auch gleichzeitig unser Gammeltag-Stellplatz werden soll für mindestens 2 Nächte. Wir brauchen Pause.

Pausentage in Vinci

Der nächste Wohnmobil-Stellplatz ist in Vinci, was eher Zufall ist. Tatsächlich ist es die Geburtsstadt vom alten Leonardo. Ungefähr so alt mutet auch die VE-Station an, Christian leert abends im Dunkeln dankenswerterweise noch unser Klo.

Hier werden wir insgesamt 3 Nächte bleiben, weil wir einfach ganz schön kaputt sind. So kaputt, dass uns am ersten Tag auch die Energie füreinander fehlt und wir uns ganz schön zoffen. Naja, gehört dazu. Wir raufen uns zu einer gemeinsamen und sehr schönen Abendrunde zusammen.

Abendspaziergang in Vinci

In den Tagen machen wir auch einen kurzen Ausflug zu Fuß ins Städtchen Vinci, gehen dort in eine Gelateria und direkt nebenan in einen Laden für lokale Produkte. Der lebt mit Sicherheit auch von Touristen, wirkt aber noch relativ authentisch.

Wir machen noch Reiseplanung für die nächsten Tage und sich uns unsicher, ob wir nach Florenz wollen. So, wie wir gerade reisen – mit Hund, Baby und Wohnmobil – erscheint uns ein Ausflug in eine so große Stadt nicht gerade einfach. Wir werden sehen.

Wir müssen außerdem mal wieder waschen – diesmal nicht nur Oskars Buchsen sondern auch mal wieder unsere Klamotten. Hier in Vinci haben wir auf unserer kurzen Besichtigung einen Waschsalon mit 18kg Maschinen (!) für 5€ entdeckt. Machen wir morgen früh einfach, 2 Maschinen und einmal Trockner, den Rest hängen wir wieder im Auto auf. Warum? Die Campingplätze sind entweder wahnsinnig teuer und/oder geschlossen. Die weit verbreiteten Agricampeggios muss man immer anschreiben, ob die eine Waschmaschine haben und wenn ja, was die kostet. Auch nervig, da dann länger auf Antwort zu warten. Na gut. Wir werden also „einzeln“ Stellen suchen zum Waschen, Trinkwasser nachfüllen und so.

Luise denkt nochmal über Florenz nach. Es soll eine der schönsten Städte Italiens sein und wenn wir heute Abend nicht weiter müssen, weil wir Waschen und Wasser auf dem Weg machen – nicht doch Florenz anschauen? Es soll um die 15 Grad werden und bedeckt. Nicht super, aber gut für eine Stadtbesichtigung. Wir werden sehen.

Unser kurzes Intermezzo in Florenz

Nach dem Ende der Wasch-Orgie in Vinci fahren wir los in Richtung Florenz, bis dahin ist es eine Stunde. 

Um die Mittagszeit sind wir dann auf unserem avisierten Parkplatz in Florenz und merken, dass uns das an Stadt-Stress eigentlich beiden schon reicht. Es war für Christian wahnsinnig anstrengend im Großstadt-Verkehr hier her zu fahren. Auch, weil hier die Motorraddichte schlagartig zugenommen hat. Luise findet ihrerseits die vielen Leute, Geräusche und so auch jetzt schon nervig. Wir machen uns erstmal Mittagessen – Nudeln. Für mehr haben wir gerade keinen Nerv. Und dann? Wir steigen aus, von unserem Stellplatz aus haben wir einen prima Blick über Florenz. Eigentlich reicht uns das. Wir laufen noch kurz zu einer Gelateria und essen ziemlich leckeres Eis. Auf dem Rückweg zu Karl kauft Luise einer Frau noch ein paar schöne Ohrringe ab – echte Blüten, die in irgendeine Chemie eingelegt und damit konserviert werden. Sehr schön und eine sympathische Handwerkerin hier vor Ort unterstützt. Danach fahren wir weiter. Man kann sagen, wir waren in Florenz 😀 Es scheint einfach keine Stadt, die mit Hund, Baby und Wohnmobil sonderlich geeignet wäre. Vielleicht eines Tages nochmal in Ruhe.

Beweisfoto mit Florenz im Hintergrund 😀

Das mag vor allem Luise an uns – dass wir nicht auf Teufel komm raus eine Stadt angucken, weil wir nunmal eben schon da sind und uns damit stressen. Wir gucken einfach immer wieder, was und wie lange sich stimmig anfühlt und entscheiden dann gegebenenfalls neu.

Pi-ti-gli-a-no – Oskars Lieblingswort für ein paar Tage 😀

Mit einem Zwischenstopp sind wir von Florenz über Siena nach Pitigliano gefahren. Wir sind beeindruckt von der Toskana, es ist richtig, richtig schön hier. Wie im Bilderbuch häufig. Da wir in Oskars erster Schlafphase losgekommen sind, sind wir schon kurz vor 10 in Pitigliano. Als erstes fahren wir zu einem Parkplatz an einer Kirche direkt gegenüber der Altstadt von Pitigliano. Von hier hat man einen richtig schönen Blick. Das rechte Bild passiert übrigens, wenn Luise versucht ein Selfie zu machen 😀

Später fahren wir noch rüber auf einen kostenpflichtigen Parkplatz näher an der Altstadt, wir wollen uns diese besondere Stadt schon auch gerne noch von „innen“ anschauen.

Wir machen noch Mittagspause auf dem Grünstreifen direkt vor unserem Parkplatz und mit Blick auf Pitigliano.

Oskar ist mit gucken beschäftigt und wir können fast ungestört Mittagessen und uns unterhalten. Wieder fällt uns auf, wie kinderfreundlich die Italiener sind, mehrfach schauen uns Leute an und finden Oskar offenbar total niedlich. Ist er ja auch 😀 Wenn wir Pi-ti-gli-a-no in Silben betont sagen, freut er sich immer sehr und lacht ganz laut… Elternglück 🙂

Dann gehen wir los. Pitigliano ist wirklich ein hübsches und sehr sehenswertes Städtchen. Wir machen ein paar schöne Bilder, der Kleine schläft im Tuch. Auf dem Rückweg wird er langsam wach, wir gönnen uns trotzdem noch ein Eis. Der Eis-Mensch baut den Turm auf Luises Waffel so hoch, dass er selbst es nicht mehr unter Kontrolle bekommt und es wegwerfen muss, für einen zweiten Versuch. Als auch der nur so halb gelingt lässt Luise sich zusätzlich einen kleinen Becher dazu geben, wo erstmal ungefähr die Hälfte des Eises hineinwandert. Wir versuchen immer auf genau 5€ zu kommen, damit wir in Corona-Zeiten kein fremdes Geld anfassen müssen. Vor allem wenn es so leicht fällt wie bei Eis 😀 Naja, jedenfalls geht der Trend bei Luise also zum „Zweiteis“ mit Waffel und Becher. Wir gehen zu einem nahegelegenen Aussichtspunkt, wo wir auch eine ganze Weile alleine sind und essen da in Ruhe unser Eis. Oskar wird aber immer unruhiger, sodass wir entscheiden bald zurückzulaufen. Kurze Zeit später sind wir wieder am Auto.

Als wir Pitigliano in Richtung unseres Nachstellplatzes verlassen ist es halb 6. Wir haben uns noch eine ganze Weile abwechselnd den wirklich wunderbaren Sonnenuntergang angeschaut.

„Die sterbende Stadt“ Civita di Bagnoregio

Als nächstes fahren wir weiter auf einen Wohnmobil-Stellplatz nahe Civita di Bagnoregio, das wollen wir auch gerne anschauen. Der Stellplatz kostet nur 12€ pro Nacht inklusive VE und WLAN und ist in der Tat ganz schön. Mit Park direkt nebenan ist mit Hund praktisch und es ist kaum ein Mensch unterwegs. Hier bleiben wir wieder 2 Nächte, wir können mal wieder Pause brauchen. Im Übrigen mit einer unfassbar leckeren und günstigen Pizzeria nebenan. Es wird die beste Pizza bleiben, die wir in Italien gegessen haben. Für 2 Pizzen und ein Tiramisu  zahlen wir 15€ – inklusive Trinkgeld.

Unser „Pausenstellplatz“ nahe Civita di Bagnoregio

Nach einem Pausentag fahren wir die wenigen Meter zu Civita di Bagnoregio. Der Felsen auf dem die Stadt steht bröckelt nach und nach ab, deswegen heißt sie „die sterbende Stadt“. Ausgestorben ist sie auch, das liegt aber eher an Corona.

Hier fühlt es sich das erste Mal vor allem für Luise komisch an, solche touristischen Dinge zu machen, während Corona wütet. Wir haben mittlerweile ausgefeilte Hygienekonzepte für unsere täglichen Routinen, allem voran dem Einkaufen. Wir nutzen Einweghandschuhe, gucken wie wir die Dinge verräumen, sodass derjenige der einkaufen war danach im Auto nichts anfassen muss und sowas. Und wir nutzen Dusche und Toilette nur noch bei uns im Auto und nicht mehr „auswärts“. Und trotzdem bleibt je nachdem wo wir sind ein flaues Gefühl im Magen. Andererseits ist das die einzige Möglichkeit für uns, mit nur einem Kind so entspannt und über einen längeren Zeitraum zu Reisen. Sind wir bereit das herzugeben? Im Moment noch nicht. Luise bespricht sich regelmäßig mit einer Mediziner-Freundin zu Hause, die würde das auch so machen wie wir. Die Dinge im Blick behalten, aufs Bauchgefühl hören und dann immer wieder neu entscheiden.

Jedenfalls zahlen wir die Parkgebühr und laufen über die recht imposante Brücke hinüber zur Stadt. Leer ist es hier und ein bisschen gruselig, über die Außenmauern zu schauen. Meist geht es tatsächlich fast senkrecht hinunter. Und viele Außenmauern scheinen auch jünger zu sein als die restliche Bausubstanz, was darauf hindeutet, dass sie schonmal ersetzt werden mussten. An einigen Stellen führen außerhalb der Außenmauern Wendeltreppen nach unten ins nichts, hier scheint früher mal was gewesen zu sein, was schon abgebrochen ist. Naja, wir gehen lieber nicht zu weit vor 😀

Wir schlendern ein bisschen durch die leeren Gassen mit ihren ebenso leeren Gassen und Restaurants. Im Moment scheinen sich hier wirklich fast nur Einheimische zu befinden. Wir besuchen noch einen privaten Garten und kaufen im Gegenzug Nudeln und Honig. Der ist wirklich sehr schön und es entsteht eines von Luises Lieblingsbildern in diesem Urlaub.

Garten in Civita

Danach machen wir uns langsam auf den Rückweg, wir wollen in 2 Etappen zur Amalfiküste fahren, müssen noch Einkaufen und wollen ein bisschen Strecke schaffen.

Vielleicht das Highlight unserer Italien-Reise? Die Amalfiküste

Mit einem Zwischenstopp erreichen wir die Amalfiküste. Und sind nach 2 Tagen fahren wieder ganz schön platt. Luise versucht, einen schönen Campingplatz oder Stellplatz zu finden, der vielleicht unter 30€ kostet. Das dauert eine Weile und ist gar nicht so einfach. Letztlich landen wir im Camping Beata Solitudo. Ein einfacher, süßer Campingplatz mit sehr netten Betreibern für 21,50€ am Tag, inklusive dieser „Kurtaxe“ oder was die da immer berechnen. Waschmaschine gibt’s auch, super.

Als wir ankommen ist vor allem Christian vollkommen im Eimer. Die Italiener fahren wie die Verrückten, die Straßen sind eng und kurvig und wir haben ein 6m langes, über 3m hohes und 2m breites Auto. Es gab mehr als einen Beinahe-Unfall – verständlicherweise ist das echt anstrengend. Da Christian hinten schlecht wird sitzt Luise bei Oskar, auch wenn das die „klassische“ Mama – Baby und Papa – Autofahren-Verteilung ist. Sie passt im Moment einfach am besten zu uns und ist insgesamt am entspanntesten. Wir haben es andersrum schon versucht 😀 

Camping Beata Solitudo. Nette Niederländer neben uns, auch mit Baby 🙂

Wir machen wieder einmal erst einen Tag Pause auf dem Campingplatz, bevor wir die Amalfiküste nach und nach angucken wollen.

Erster Stopp auf dem (nicht existenten) Sommerfeldtschen Reiseplan ist der „Weg der Götter“, der Path oft he Gods. Wir fahren nach Bomerano auf einen kostenlosen Parkplatz, wo wir Karl für die Dauer der Wanderung stehen lassen und gehen los.

Schon in der ersten Kurve haben wir einen sehr schönen Blick und überhaupt ist es eine schöne Wanderung. Die Wege sind relativ einfach, wenn Jack auch hier und da getragen werden muss, wenn viele Stufen kommen. Wir werden vom Startpunkt nur so weit laufen wie wir wollen und dann umkehren, da die gesamte Wanderung anderthalb bis zwei Stunden dauert und der letzte Abschnitt eigentlich nur noch aus Treppen besteht. Den sparen wir uns 😀 Das hatten wir in Cinque Terre schon, was aber auch sehr schön war.

Wir laufen bis zu einem Aussichtpunkt, der bei etwas 40% der Strecke liegt und laufen dann wieder zurück. Unsere niederländischen Nachbarn haben einen deutlich ausgefuchsteren Plan für diese Wanderung. Sie haben sich extra ein Auto gemietet, der Vater wird mit dem Fahrrad im Auto ans Ende fahren, mit dem Rad auf der „Bundesstraße“ zurückkommen und dann wollen sie zu dritt vom Campingplatz aus loslaufen (was nochmal ein Stück weiter ist), um dann mit dem Auto zurückzufahren. Ob sie das so umgesetzt haben werden wir wahrscheinlich nicht mehr erfahren. 

Am nächsten Tag schauen wir Sorrento an. Naja, zumindest versuchen wir das. Wir wollten eigentlich den Hund mit in den Stadtpark nehmen, ihn dann zurück zum Auto bringen und nochmal losgehen. Der Stadtpark hat aber Öffnungszeiten und ist leider gerade geschlossen, weswegen wir ihn die komplette Runde mitnehmen. Mit einem schwerhörigen und fast blinden 14jährigen Hundeopa ist das immer so eine Sache. Und es wird auch einigermaßen stressig.

Auf dem Weg zum Auto kommen wir ein einer Pasticcheria vorbei, einer Art Konditorei. Die machen hier aber keine Torten, sondern allerlei leckeren Kleinkram. Ohne zu wissen was die Dinge genau sind, kaufen wir nach Optik und lassen uns wenig später im Auto sehr positiv überraschen. Christian ist seine Kleinigkeiten gleich auf, Luise lässt sich noch was für abends übrig. Komisch, normalerweise ist es umgekehrt 😀

Unsere „Beute“ aus der Pasticceria in Sorrento

Auch auf dieser Runde bewundern wir mal wieder die italienisches Fahrkünste. Mit Autos, die fast genauso breit sind wie die enge Gasse durch die sie fahren, brettern die Italiener in einem Heidentempo durch.

Positano, Praiano, Amalfi und Ravello

Zugegeben laufen wir nur in Positano und Ravello etwas herum. Mit einem Wohnmobil sind diese Städte einfach echt nicht so super 😀 Dank Corona können wir trotzdem mitten in der Stadt zumindest kurz halten und gehen in Positano runter zu einem gar nicht so sauberen Kiesstrand. Zugegeben, die Stadt sieht hübsch aus, aber von der „Perle der Amalfiküste“ hatten wir uns mehr versprochen. Wir gehen wieder zum Auto mit einem Gefühl, das wichtigste gesehen zu haben.

Durch Praiano fahren wir durch. Das Städtchen sieht nett aus, aber so richtig halten können und wollen wir hier nicht. Auf Amalfi bietet sich ein richtig schöner Blick, wenn man von Westen kommt und um die letzte Kurve vor der Stadt fährt.

In Ravello hatten wir einen ganz wunderbaren Tag und sind froh, in der Stadt die am wenigsten Prestige hat (und im Moment auch die wenigsten Touristen hatte) mehr Zeit investiert zu haben. Es war wundervoll hier. Erst waren wir uns nicht sicher, ob wir den Fußweg zur Villa Cimbrone wirklich machen wollen um ein paar Gärten anzuschauen. Wir waren dann aber doch sehr, sehr froh, dass wir das gemacht haben. 

Davon abgesehen merken wir beide, dass es zwar schön ist hin und wieder eine Stadt anzugucken, aber insgesamt knapp eine Woche an der Amalfi-Küste reicht uns jetzt auch erstmal wieder an überwiegend städtischem Umfeld.

Als nächstes ist uns wieder nach Pause und – das erste Mal in Italien – nach Sonne, Strand und Meer. Wir fahren noch am selben Abend nach Kampanien auf einen Campingplatz, den wir mal wieder in Park4Night gefunden haben. 

Vom Reisen zum Urlaub in Kampanien

Dort angekommen ist es schon fast 8 und mal wieder sind wir alle 4 ziemlich kaputt. Die Pizzeria auf dem Campingplatz hat dankenswerterweise offen, sodass wir uns um unsere Abendverpflegung keine Gedanken machen müssen. Angekommen sein fühlt sich heute besonders gut an. Auch, weil wir hier voll versorgt sind und einen Moment bleiben wollen. Eigentlich wollten wir noch weiter an die Ostküste nach Apulien, aber wir müssen die Corona-Entwicklungen abwarten. Die Gerüchteküche brodelt.

Wir sind ziemlich schnell in einem Urlaubs-Modus. Es hat uns unfassbar entspannt, nicht mehr das Gefühl zu haben, ständig weiter zu wollen. Hier noch eine Stadt angucken, da noch eine schöne Route fahren oder da einen tollen Stellplatz finden. All das gab es plötzlich nicht mehr. Wir haben das erste Mal seit langem wieder mit Oskar draußen auf der Picknickdecke gegessen, haben dort zusammen rumgekullert, haben viele Strandspaziergänge gemacht und uns die ein oder andere Pizza schmecken lassen. Ohne einen Gedanken an „morgen“ oder den folgenden Reiseplan. Wir haben immer wieder für uns geschaut, ob es sich noch stimmig anfühlt, zu bleiben und wann wir Lust haben, wieder nach Hause zu fahren. Wir sind so richtig in einem Urlaub angekommen. Dank Corona – wie so oft in diesem Sommer eher zu unserem Vorteil. Vielleicht ist es das, was man „im Hier und Jetzt“ nennt?

Wir haben Zeit, mal wieder in Ruhe Tatort zu schauen, uns mit ein paar Baby-Themen zu beschäftigen, Beikost-Zeit beginnt ja auch langsam. Und auch wir können mal wieder über unsere Paar-Themen sprechen, hören beispielsweise einen Podcast über Mental Load und tauschen uns darüber aus. Wir sprechen beispielsweise auch darüber, was wir als Erkenntnisse aus dieser Zeit im Wohnmobil mitnehmen. Dazu wird es auch noch einen separaten Artikel geben. Schön, dass wir das alles auch einfach mit Oskar machen können.

Oskars ersten Zahn entdecken wir auch in dieser Zeit, er hat sich bisher nicht (oder nur sehr wenig) anders verhalten als sonst, deswegen ist das schon eine Überraschung. Eines Abends hat Luise Oskar im Tuch, weil er sich schwer tat in den Schlaf zu finden und schaukelt mit ihm am Strand – er ist binnen Minuten weggeschlummert. Solche und noch viel mehr Erinnerungen verbinden wir nun mit diesem Ort.

Und ja, der „Nachteil“ ist, dass wir in der Zeit nicht so viel Neues erlebt haben und die Tage in unserer Erinnerung sehr stark verschwimmen. Die Zeit fühlt sich im Nachhinein fast genauso lange an wie 2 oder 3 Tage an einem Stellplatz. Aber es war mal entspannt. Und wahrscheinlich geht es letztlich – wie immer – um einen guten Mittelweg. Deswegen werden wir nicht gleich All-Inclusive-Urlauber.

Diese klare Unterscheidung von Reisen und Urlaub hatten wir beide so vorher nicht. Einen weiteren Artikel zum Thema „Erkenntnisse“ unserer Reise wird es geben und ich verlinke ihn hier, sobald er da ist.

Auf dem (entspannten) Rückweg

Wir entscheiden, dass uns Corona doch langsam zu stark wird hier in Italien, seit ein paar Tagen ist auch Kampanien „rot“, sodass wir den Campingplatz nicht mehr verlassen dürfen (was wir ohnehin nicht gemacht haben, außer einmal zum Einkaufen). Die letzten Tage war wenig kommen und gehen unter den Campern, sodass wir uns recht sicher gefühlt haben.

Nun ist es aber doch Zeit und das Wetter soll hier auch schlechter werden. Außerdem haben wir dann noch etwas Zeit zu Hause, wir müssen schließlich in Quarantäne und Christian muss vor Weihnachten noch kurz wieder arbeiten. So können wir in Ruhe ankommen und uns mit den Rückweg so viel Zeit lassen, wie wir eben wollen und brauchen.

Wir fahren zwischen 250km und 450km am Tag – was mit einem knapp 7 Monate alten Oskar durchaus manchmal recht anstrengend ist. Aber wir haben ja Zeit. Wir machen alle anderthalb Stunden ungefähr eine Pause, Essen selbst was, geben ihm Zeit zum kullern und krabbeln und leergucken, auch draußen. Das haben wir unterwegs gelernt – darauf zu achten, dass es uns allen vieren gut geht und niemand unter „Strecke machen“ leiden muss. Alles in allem verläuft der Rückweg deutlich entspannter als von Norwegen, was vielleicht auch daran liegt, dass wir diesmal keinen Termindruck haben. Und Oskar auch schon wieder fast 2 Monate älter ist.

Die erste Etappe führt uns nach Anagni auf einen Wohnmobilstellplatz. Hier kommen wir aber eigentlich nur abends an und fahren direkt in Oskars erster Schlafphase wieder. Nach 3 Tagen Fahrt wollen wir nochmal auf dem Agricampeggio vom Beginn unserer Reise einen Pausentag einlegen.

Dort angekommen merken wir langsam, dass wieder eher mitteleuropäisches Wetter ist. Es ist so kalt – nachts -3 Grad laut Wetterbericht – dass es die Heizung nur über Strom gar nicht schafft, das Auto morgens recht zügig zu erwärmen. Wir müssen kurz auf Diesel umstellen, damit es erstmal warm wird, die Stromheizung kann dann immerhin die Wärme halten.

So richtig Pause ist eigentlich erst, wenn wir drei Nächte an einem Ort bleiben. Am ersten Tag haben wir immer so viel zu tun – Ver- und Entsorgung, beide duschen, Wäsche waschen plus Hund und Baby bei Laune halten und uns selbst versorgen – dass „Pausentag“ sehr relativ ist. Nennen wir es einen Nicht-fahr-Tag. Und schön ist es hier wieder, wir merken wie entspannt es ist, weil wir uns schon auskennen und nicht alles neu ist. Als wir abends schlafen gehen ist noch gar nicht klar, wie und wann wir weiterfahren. Fahren wir in Oskars erster Schlafphase oder später? Oder morgen noch gar nicht und bleiben noch einen Tag hier? Es ist schön, diese Flexibilität zu haben und auch wirklich zu nutzen.

Wir fühlen uns ziemlich fit und ausgeschlafen am nächsten Tag, sodass wir entscheiden, direkt wieder morgens loszufahren. Und wir fahren auch den ganzen Weg bis nach Deutschland durch – am 24.11., genau einen Monat vor Weihnachten und 5 Wochen, nachdem wir aus Österreich über die italienische Grenze gefahren waren 🙂 Wir sind ungefähr 2 Wochen eher als geplant wieder zurück, aber die werden uns gut tun. Wir kommen in Ruhe an, auch als Familie. Denn so richtig Alltag mit Oskar zu Hause hatten wir bisher noch gar nicht. Der beginnt dafür jetzt 🙂

Was denkst du darüber? Habt ihr auch ein Wohnmobil oder vor, euch eines zu kaufen oder zu mieten? Was sind eure Gedanken, Ideen und Überlegungen? Habt ihr Erfahrungen, an denen ihr mich und uns teilhaben lassen möchtet? Ich bin sehr gespannt auf deine Meinung, entweder in den Kommentaren oder an luise@zeitgeistich.de! Und wenn du den Artikel magst – spread the love and share the happiness (auf Facebook, Twitter oder wo du sonst bist). Ich danke dir von Herzen.

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Kategorie: lebendig.

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Ich bin Luise und Bloggerin aus Leidenschaft. Ich liebe Fahrrad fahren und Mittagsschlaf. Ich lebe für Liebe, Wärme, Licht und Farben. Und dafür, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Es ist meine tiefste Überzeugung, dass mit ein bisschen mehr Selbstliebe in jedem von uns die Welt ein noch schönerer Ort wird. Also, lasst uns anfangen :)

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