Alle Artikel mit dem Schlagwort: #selbstreflektion

Transparents

Ein neuer, friedlicherer Weg im Eltern sein? – #Erfahrungsbericht Transparents

Im vergangenen Jahr schon haben wir Transparents empfohlen bekommen. Von jemandem der weiß, dass wir ein Kind erwarten und der uns auch ganz gut kennt und meinte, das könnte zu uns passen. Nachdem wir Website und Videos durchforstet hatten war unsere Neugier geweckt. An einem Wochenende im März 2020 haben mein Partner und ich dann das Basisseminar bei Transparents besucht. Naja, online zumindest, dank Corona. Aber wenigstens überhaupt. Wir fanden das Seminar und den Ansatz von Transparents auf eine ganz unaufdringliche Art überzeugend und auch einfach sehr berührend. Daher kommt mein Bedürfnis, darüber zu schreiben. Im Grunde fühlt es sich sehr natürlich an, auf die dort „gezeigte“ Weise mit den eigenen Kindern umzugehen. Mir drängte sich die Frage auf, an welcher Stelle in unserer Geschichte uns diese Verbindung eigentlich verloren gegangen ist. Aber das ist ein anderes Thema. Ich schreibe diesen Artikel auch mit einer großen Demut, weil wir eben bisher nur die Theorie kennen. Und selbst eben noch nicht erfahren haben, wie Alltag mit Kindern wirklich ist. Unser Vor-Realitäts-Idealismus hat aber in meinen Augen …

Empathie

Wie sich echte Empathie anfühlen kann und was wir stattdessen oft tun

Diese Empathie… sie begleitet mich nun schon eine Weile und wir hatten es nicht immer leicht miteinander. Anfangs wollte es nicht in meinen Kopf, warum ein „Das kenne ich auch!“ denn bitte nicht emphatisch sein soll. Dafür gibt es doch so viel soziale Belohnung. Und mittlerweile musste ich einsehen, dass die meisten Verhaltensweisen, die ich mal mit „sei empathisch“ gelernt habe, so überhaupt nichts mit echter Empathie zu tun haben. Wir haben uns so viele Dinge ausgedacht (also wir Menschen), wie wir das Gefühl des anderen nicht wirklich aushalten müssen, nicht wirklich Raum dafür geben müssen und trotzdem nicht unhöflich erscheinen. Das, was ich bisher darüber glaube verstanden zu haben (und was mit Sicherheit lange nicht vollständig ist) möchte ich heute gerne mit dir teilen. Genauer hingeschaut: Was haben wir eigentlich gelernt? Oft beschweren Menschen sich darüber, dass der andere gar keine Lösung will, sondern sich nur mal ausheulen. Ja, genau. Wertschätzender ausgedrückt: Es ist ein zutiefst menschlicher Wunsch, ganz gesehen und wahrgenommen zu werden von seinem Gegenüber, mit allem was da gerade ist. Damit …

Die EInladung

„Die Einladung“ von Oriah Mountain Dreamer

Es gibt Zeiten in meinem Leben, da bin ich so mit arbeiten, funktionieren und „alles schaffen“ beschäftigt, dass mir die Essenz dessen, wie ich eigentlich leben und arbeiten will verloren geht. Das Gedicht „Die Einladung“ von Oriah Mountain Dreamer ist eines der Gedichte, die mich dann schnell wieder zu mir, zu meinem Wissen und in ein Gefühl der Ruhe und des Vertrauens bringen. Deswegen wollte ich dieses Gedicht heute einfach mal mit dir teilen – vielleicht inspiriert es dich auch den Weg aus den äußeren Gegebenheiten wieder in dein Inneres zu finden. Die Einladung Es interessiert mich nicht, wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest. Ich möchte wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst, davon zu träumen, Deine Herzenswünsche zu erfüllen. Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist. Ich möchte wissen, ob Du es riskieren wirst, verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in Deine Träume, in das Abenteuer, lebendig zu sein. Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher Konstellation zu Deinem Mond stehen. Ich möchte wissen, ob Du die Mitte Deines Leids berührt …

Frugalisten

Mit 40 nicht mehr arbeiten – wie Frugalisten das erreichen

Frugalisten sind Menschen, die mit einer Sparquote von teilweise deutlich über 50% ihrer Einnahmen dafür sorgen wollen, möglichst zeitig in quasi selbst finanzierte Frührente zu gehen. Wie das funktioniert und was diese Menschen möglicherweise antreibt – darum soll es heute gehen. Warum machen Menschen das? Frugalisten werden? Die Gründe sind zwar recht vielfältig, aber eines haben alle gemeinsam: 40 Jahre arbeiten, 8 Stunden am Tag und freitags auf allen vieren aus dem Büro kriechen um dann mit einer kleinen Rente abgespeist zu werden kommt für sie nicht in Frage. Soweit sehr verständlich. Letztlich ist Frugalismus für mich die konsequente Umsetzung (bzw. eine Möglichkeit dazu) dessen, was so viele immer wieder sagen: Geld macht nicht glücklich, Arbeitszeit ist Lebenszeit, warte nicht darauf, deine Träume zu verwirklichen. Und wie viele von denen, die das schon verstanden haben, gehen trotzdem Vollzeit arbeiten? Die meisten. Wenn man nicht gerade das Glück hat, mit 18 zufällig die Berufung seines Lebens gefunden zu haben bestehen die folgenden Jahre für viele Menschen aus „aushalten“. Weil sie – verständlicherweise – Angst haben, etwas …

Zufriedenheit im Großkonzern

Mein (anstrengender) Weg zur Zufriedenheit im Großkonzern

Seit ich vor dreieinhalb Jahren angefangen habe in einem Großkonzern zu arbeiten, ist viel passiert. Verzweiflung, Fluchtgedanken und im Moment ein sehr ungewohntes Gefühl von Zufriedenheit. Wie es mir ergangen ist und welche Erkenntnisse ich auf meinem Weg hatte möchte ich heute mit dir teilen. Ich glaube, dass es vielen Menschen ähnlich geht und ging und vielleicht kannst du das ein oder andere für dich mitnehmen. Warum bin ich da gelandet? Nach der Uni bin ich erstmal in ein mittelständisches Unternehmen gegangen und durfte dort als Assistenz der Geschäftsführung unter einem recht jungen Geschäftsführer extrem viel lernen. Ein Schritt, den ich jedem Berufseinsteiger empfehlen würde, erstmal in ein kleineres Unternehmen zu gehen. Meine Kollegen waren toll, die Aufgaben spannend, einzig mit dem Standort im etwas dörflichen Siegen hatte ich meine liebe Mühe. Ich war Leipzig gewöhnt und konnte mich nicht so recht an die Kleinstadt gewöhnen. Deswegen habe ich mich nach knapp 2 Jahren auf die Suche nach etwas Neuem gemacht. Aus einem Praktikum bestand noch Kontakt zu meinem heutigen Chef, der zu der Zeit …

Kontoauszug

Dein Kontoauszug als Lebensprotokoll… und was er dir sagen will.

Die allermeisten von uns haben eins – ein Konto. Und ob wir wollen oder nicht, darauf ist ziemlich viel nachvollziehbar. Alles was wir kaufen, bestellen, buchen oder einfach bezahlen ist dort dein säuberlich aufgelistet. Es ist, als würde jemand ganz heimlich und sehr genau unser Leben protokollieren. Und am Ende bekommst du dein ganz eigenes Protokoll – deinen Kontoauszug. Das Leben, was in deiner Facebook-Timeline oder auf Instagram stattfindet ist das, was du gerne anderen erzählst. Es ist das selbst gebaute Luftschloss, was wir anderen gern zeigen. Und das ist ok, niemand redet gern über Apothekenrechnungen wegen Pilzinfektion oder die Überweisung ans Ordnungsamt wegen Falschparken. Der Kontoauszug ist die mittelmäßig renovierte 2-Raum-Wohnung, in der wir tatsächlich leben. Was kann dein Kontoauszug dir sagen? Deswegen ist es auch ok, dass wir unseren Kontoauszug nicht gerne rumzeigen. Er zeigt die graue Realität. Umso wichtiger ist es aber, dass wir ihn von Zeit zu Zeit selbst mal anschauen. Es gibt einen einfachen Test: Wenn dich jemand noch nie getroffen hat, und zufällig deinen Kontoauszug findet, was würde er …