Alle Artikel mit dem Schlagwort: #keineangstvordir

Mit Kindern in Sieben Linden

Mit Kindern ins Ökodorf: Unser erster Besuch in Sieben Linden

Oft beginnen Reisen ja schon lange bevor wir den ersten Fuß aus der Wohnungstür setzen. So war es auch hier. Sieben Linden ist bei uns schon lange im „Orbit“, aber wir waren noch nie da. Wir dachten, mit zwei kleinen Kindern – zum Zeitpunkt unseres Besuchs gerade vier und ein Jahr alt – bekommen wir das nicht hin. Kleiner Spoiler: es war auch anstrengend, aber nicht so anstrengend wie gedacht.  Ein paar Wochen vor der Fahrt nach Sieben Linden sprechen wir darüber, ob wir wirklich fahren wollen. Ob wir das schaffen, ob es gerade wichtig genug ist, um diese Energie zu investieren. Das Risiko einzugehen, dass wir uns vollkommen überfordern. Wir hatten uns schon auf „absagen“ geeinigt und ich das Handy in der Hand, um abzusagen. Drei Atemzüge später höre ich mich zum Bärtigen sagen: „Ich möchte nach Sieben Linden.“ Der lacht. Nun denn, fahren wir wohl. Angst oder Liebe? Heute Liebe. Dieser Artikel ist vor allem ein „Tagebucheintrag“ für uns und darf gleichzeitig anderen interessierten Menschen oder Familien dienen, um einzuschätzen, ob sie Lust …

Slow Family

Lieblingsbuch: „Slow Family – sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern“

Eigentlich war ich in der Bibliothek, um ein paar Familien-Kochbücher und Beikost-Rezepte zu holen. Ihr kennt das sicher – es gibt diese Bücher, an denen kann man nicht vorbeigehen. Die sind jetzt einfach dran. Der Titel und das Cover dieses Buches haben mich gewissermaßen gezwungen, es mitzunehmen. Und ich habe es – trotz zwei kleiner Kinder und Winter – in drei Wochen durchgelesen. Das passiert wirklich sehr selten. Warum „Slow Family – sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern“ mir und uns so gut getan hat, davon handelt dieser Artikel. Das „einfache Leben“ ist eine große Sehnsucht, wohl nicht nur von mir sondern von vielen Eltern. Auf dem Cover sind zwei kichernde Kinder, die draußen unter einer Decke warm eingepackt sind, im Hintergrund Feld und Sonnenuntergang. Ja, das hätte ich gern, jeden Tag. Hier ist der Direktlink zum Buch „Slow Family“ bei Amazon. Wenn ihr über diesen Link bestellt (auch andere Produkte), helft ihr mir damit, die Kosten für den Blog zu decken. Und dennoch würde ich mich noch mehr freuen, wenn ihr das …

Transparents

Gemeinsam Wachsen: „Transparents“ und die Magie bewusster Eltern-Kind-Beziehungen

Schon vor der Geburt unseres ersten Kindes haben wir Transparents empfohlen bekommen. Nachdem wir Website und Videos durchforstet hatten war unsere Neugier geweckt. An einem Wochenende im März 2020 haben mein Partner und ich dann das Basisseminar bei Transparents besucht. Geplant war das vor Ort, durch Corona dann aber online. Wir fanden das Seminar und den Ansatz von Transparents auf eine ganz unaufdringliche Art überzeugend und auch einfach sehr berührend. Daher kommt mein Bedürfnis, darüber zu schreiben. Im Grunde fühlt es sich sehr natürlich an, auf die dort „gezeigte“ Weise mit den eigenen Kindern umzugehen. Es ist weniger ein neues Konzept, sondern vielmehr eine Erinnerung an etwas ganz Altes. Es ist ein bisschen eine Heilungs- und Reflektionshilfe für Eltern, sodass sie (wieder) mit mehr Leichtigkeit und Natürlichkeit mit ihren Kindern sein können. Wichtig ist für uns, dass wir mit Transparents eine Unterstützung gefunden haben, genau den Weg mit unserem Kind bewusst zu wählen und immer wieder selbst zu entwickeln, der zu uns passt und sich für uns stimmig anfühlt. Hin zu Bewusstsein und Achtsamkeit – …

Empathie

Echte Empathie jenseits gesellschaftlicher Normen: Ein tiefer Blick auf die Kunst des Verstehens

Diese Empathie… sie begleitet mich nun schon eine Weile und wir hatten es nicht immer leicht miteinander. Anfangs wollte es nicht in meinen Kopf, warum ein „Das kenne ich auch!“ denn bitte nicht emphatisch sein soll. Dafür gibt es doch so viel soziale Belohnung. Und mittlerweile musste ich einsehen, dass die meisten Verhaltensweisen, die ich mal mit „sei empathisch“ gelernt habe, so überhaupt nichts mit echter Empathie zu tun haben. Wir haben uns so viele Dinge ausgedacht (also wir Menschen), wie wir das Gefühl des anderen nicht wirklich aushalten müssen, nicht wirklich Raum dafür geben müssen und trotzdem nicht unhöflich erscheinen. Das, was ich bisher darüber glaube verstanden zu haben (und was mit Sicherheit lange nicht vollständig ist) möchte ich heute gerne mit dir teilen. Genauer hingeschaut: Was haben wir eigentlich gelernt? Oft beschweren Menschen sich darüber, dass der andere gar keine Lösung will, sondern sich nur mal ausheulen. Ja, genau. Wertschätzender ausgedrückt: Es ist ein zutiefst menschlicher Wunsch, ganz gesehen und wahrgenommen zu werden von seinem Gegenüber, mit allem was da gerade ist. Damit …

Die EInladung

„Die Einladung“ von Oriah Mountain Dreamer

Es gibt Zeiten in meinem Leben, da bin ich so mit arbeiten, funktionieren und „alles schaffen“ beschäftigt, dass mir die Essenz dessen, wie ich eigentlich leben und arbeiten will verloren geht. Das Gedicht „Die Einladung“ von Oriah Mountain Dreamer ist eines der Gedichte, die mich dann schnell wieder zu mir, zu meinem Wissen und in ein Gefühl der Ruhe und des Vertrauens bringen. Deswegen wollte ich dieses Gedicht heute einfach mal mit dir teilen – vielleicht inspiriert es dich auch den Weg aus den äußeren Gegebenheiten wieder in dein Inneres zu finden. Die Einladung Es interessiert mich nicht, wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest. Ich möchte wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst, davon zu träumen, Deine Herzenswünsche zu erfüllen. Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist. Ich möchte wissen, ob Du es riskieren wirst, verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in Deine Träume, in das Abenteuer, lebendig zu sein. Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher Konstellation zu Deinem Mond stehen. Ich möchte wissen, ob Du die Mitte Deines Leids berührt …

Zufriedenheit im Großkonzern

Mein (anstrengender) Weg zur Zufriedenheit im Großkonzern

Seit ich vor dreieinhalb Jahren angefangen habe in einem Großkonzern zu arbeiten, ist viel passiert. Verzweiflung, Fluchtgedanken und im Moment ein sehr ungewohntes Gefühl von Zufriedenheit. Wie es mir ergangen ist und welche Erkenntnisse ich auf meinem Weg hatte möchte ich heute mit dir teilen. Ich glaube, dass es vielen Menschen ähnlich geht und ging und vielleicht kannst du das ein oder andere für dich mitnehmen. Warum bin ich da gelandet? Nach der Uni bin ich erstmal in ein mittelständisches Unternehmen gegangen und durfte dort als Assistenz der Geschäftsführung unter einem recht jungen Geschäftsführer extrem viel lernen. Ein Schritt, den ich jedem Berufseinsteiger empfehlen würde, erstmal in ein kleineres Unternehmen zu gehen. Meine Kollegen waren toll, die Aufgaben spannend, einzig mit dem Standort im etwas dörflichen Siegen hatte ich meine liebe Mühe. Ich war Leipzig gewöhnt und konnte mich nicht so recht an die Kleinstadt gewöhnen. Deswegen habe ich mich nach knapp 2 Jahren auf die Suche nach etwas Neuem gemacht. Aus einem Praktikum bestand noch Kontakt zu meinem heutigen Chef, der zu der Zeit …

Heldenreise

#Erfahrungsbericht Heldenreise – zurück zu deiner Essenz

Wenn du nur ein einziges Selbsterfahrungsseminar in deinem Leben machst, dann mach die Heldenreise. Wirklich. Was ist die Heldenreise? Kommen wir erstmal zu den „sachlichen“ Erklärungen, die der Kopf gut begreifen kann 🙂 Die Heldenreise ist ein von Paul Rebillot entwickeltes Seminarkonzept und dauert eine Woche. Es gibt in Deutschland verschiedene Anbieter und Trainer dafür, die natürlich auch eigene Anteile einbringen, aber der Kern ist immer gleich. Im Grunde geht es darum, die eigene Größe, Stärke und die eigenen Werte wieder ganz bewusst und klar wahrzunehmen (den „Held“ in sich zu spüren) und im Laufe der Woche herauszufinden, welche Überzeugungen es eigentlich sind, mit denen man sich die ganze Zeit selbst klein hält. Zumindest war es das für mich. Andere Teilnehmer würden es wahrscheinlich ganz anders formulieren. Die Woche der Heldenreise war eine der intensivsten – wenn nicht sogar die intensivste – Woche, die ich in meinem Leben bisher erleben durfte. Was passiert da? Es ist ein großes Heldengeheimnis, was da genau passiert und ich werde das hier auch nicht lüften 🙂 Warum das so …

ZEGG Sommercamp 2018

#Erfahrungsbericht ZEGG Sommercamp 2018

Nach einigen Seminarbesuchen im ZEGG, dem Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung in Bad Belzig, wollte ich gerne mal etwas mehr Zeit dort verbringen. Seminare sind meistens nur von Freitag bis Sonntag, was nicht wirklich ausreicht, um das ZEGG, das Gelände, die Atmosphäre und die Menschen dort wirklich kennenzulernen. In diesem Sommer 2018 war es dann nun soweit. Wir haben uns fürs 11tägige ZEGG Sommercamp entschieden 🙂 Anbei findest du – völlig unsortiert, subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit – ein paar Gedanken und Erfahrungen zu den Tagen die wir dort im Juli und August verbracht haben. Dabei geht es sowohl um praktische Dinge als auch ein bisschen um meine Prozesse, die ich mit mir hatte. Vielleicht motiviert der Artikel dich, das ZEGG und seine Festivals auch mal zu besuchen oder vielleicht weißt du so vorher schon, dass es (noch) nichts für dich ist. Ich habe es tatsächlich fertig gebracht, in der ganzen Zeit nicht ein einziges Foto zu machen. Auf der Facebook-Seite des ZEGG findest du aber einige Bilder vom Sommercamp (von da kommt auch das …

Hochsensibilität

Zwischen Reizüberflutung und Glücksmomenten: Leben mit Hochsensibilität

Jahrelang habe ich nach Ursachen gesucht, warum ich immer so viel schneller müde und erschöpft bin als andere Menschen. Ernähre ich mich falsch? Mache ich irgendwas falsch? Bin ich einfach komisch? Heute weiß ich: nichts davon, ich bin einfach nur sehr reizoffen. Die Modediagnose dafür lautet „Hochsensibilität“. Diese Erkenntnis war für mich unfassbar befreiend und hat viel verändert. Es ist eines von vielen Puzzleteilen, die ich bisher finden durfte. Als ich noch zur Schule ging, bin ich nach der Ankunft zu Hause oft erstmal für ein oder zwei Stunden schlafen gegangen. Meine Mama hat sich schon Sorgen gemacht deswegen. Und dann finde ich genau dieses Schul-Beispiel in der Podcastfolge von Laura Seiler über Hochsensibilität wieder und musste ziemlich lachen. Das war tatsächlich mein Einstieg ins Thema und nach und nach wurde mir so einiges klar. Dieser Artikel wurde erstmals 2018 veröffentlich und zuletzt 2023 aktualisiert. Die feinen Antennen: Verstehen, was Hochsensibilität oder Reizoffenheit bedeutet Hochsensibilität oder Hypersensibilität beschreibt, dass äußere Reize weniger gefiltert werden – sie gelangen einfach intensiver ins Hirn und werden dort verstärkt verarbeitet. Der …

Wichtig-Liste

Vom To-Do-Chaos zur Wichtig-Liste: Ein Weg zu mehr Lebensqualität

Zugegeben, ich bin ein Freund von to-do Listen (nicht nur eine Liste :D). Genauer gesagt von to-do Zetteln, die meine Wohnungstür vollkleben oder auch mal meinen Schreibtisch wenn viel los ist. Struktur im Abarbeiten von Themen hilft mir – beruflich wie privat – einfach wirklich weiter. To-do Listen sind niemals leer… oder? Das Problem ist: Der Zustand einer leeren to-do Liste ist ungefähr 15 Jahre her. Es ist einfach, sich immer wieder das nächste Thema vorzunehmen, immer wieder was dazwischenzuquetschen. Noch schnell Reifen wechseln, einkaufen, Termin hier und da machen, Steuererklärung, Blogartikel schreiben, noch fix mit dem Hund raus und dann schnell zur nächsten Verabredung. Irgendwas Pseudo-Wichtiges ist immer zu tun. Man könnte fast sagen, ich habe Angst davor bekommen, wie schnell Zeit vergeht – und dass sie überhaupt vergeht! Und nie genug davon da ist. Eigentlich bin ich nur noch am Rennen und ich habe keine Lust mehr darauf. Ich will nicht hinter selbst geschaffenen oder von der Gesellschaft geschaffenen Regeln herlaufen (die Wohnung muss sauber sein wenn die Oma kommt – warum nochmal?!). Insbesondere, …